Nach einem Jahr mit kräftigen Kursverlusten erhält die Fiserv-Aktie gleich zwei positive Impulse: Der Hedgefonds BlackBird Financial steigt groß ein, parallel kündigt der Zahlungsdienstleister eine Biometrie-Offensive im Clover-Ökosystem an. Reicht das, um den angeschlagenen Titel wieder in die Spur zu bringen?

BlackBird steigt groß ein

Judah Spinners Hedgefonds BlackBird Financial hat eine bedeutende Beteiligung an Fiserv aufgebaut. Spinner verweist auf eine ausführliche Analyse der Wettbewerbsposition, der Ertragskraft und des Managements als Grundlage für den Einstieg.

Zentral in der Investmentthese von BlackBird:

  • Über 5 Milliarden US-Dollar bereinigter Nettogewinn in den letzten zwölf Monaten
  • Börsenwert zum Einstiegszeitpunkt rund 33 Milliarden US-Dollar
  • Hohe Zuversicht in CEO Mike Lyons und dessen Turnaround-Strategie
  • Kein aktivistischer Ansatz, sondern langfristige Partnerschaftsperspektive

Spinner betont insbesondere die Rolle von Fiserv als Teil der globalen Finanzinfrastruktur. Banken, Händler und Verbraucher greifen täglich auf die Systeme des Unternehmens zurück, um weltweit Zahlungen abzuwickeln.

Biometrische Zahlungen bei Clover

Parallel dazu stellt Fiserv eine Kooperation mit Wink vor, um biometrische Zahlverfahren direkt in die Clover-Plattform zu integrieren. Zielsegmente sind Schnellrestaurants, Sportstätten und der stationäre Handel.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Fiserv?

Wichtige Merkmale der neuen Lösung:

  • Kontaktlose Authentifizierung per Handfläche, Gesicht und Stimme
  • Keine Hardware-Umrüstung bestehender Clover-Geräte nötig
  • KI-gestützte Betrugsprävention
  • Verknüpfung von Zahlung, Kundenbindungsprogrammen und Altersverifikation in einem System

„Die Zukunft des Handels ist die Zusammenführung von Zahlung und Identität“, sagt Sanjay Saraf, SVP und Global Chief Product Officer Merchant Solutions bei Fiserv. Die Technologie soll auf der NRF 2026 in New York vom 11. bis 13. Januar präsentiert werden.

Deutlicher Kursrückgang und Bewertungen

Die Aktie notiert derzeit in der Nähe von 68 US-Dollar und liegt damit rund 66 % unter dem 52‑Wochen-Hoch von 238,59 US-Dollar. Die Bewertung hat sich spürbar eingedampft: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 10,6, das Forward-KGV bei rund 7,7. Dieses Niveau zieht nun auch wertorientierte Investoren wie BlackBird an.

Auf Analystenseite hat Tigress Financial das Kursziel deutlich von 250 auf 95 US-Dollar gesenkt, hält aber am Buy-Rating fest. Der durchschnittliche Analysten-Kurszielkonsens liegt bei 86,50 US-Dollar und signalisiert damit rechnerisch ein Aufwärtspotenzial von etwa 26 % gegenüber dem aktuellen Kurs.

Turnaround unter Mike Lyons

CEO Mike Lyons treibt eine strategische Neuausrichtung voran, die kurzfristig auf die Ergebnisse drückt, nach Einschätzung von BlackBird aber die Wettbewerbsposition stärken soll. Spinner spricht in diesem Zusammenhang von „notwendigem kurzfristigem Unbehagen“, um im Geschäft voranzukommen.

Die zentrale Aufstellung des Unternehmens bleibt breit verankert:

  • Kernbankensysteme für US-Banken und Kreditgenossenschaften, im Wettbewerb mit FIS und Jack Henry
  • Einer der größten Payment-Abwickler für Händler weltweit
  • PIN-Debit-Routing über STAR, Accel und Zelle-Integrationen
  • Die Clover-POS-Plattform mit Distribution über zahlreiche Vertriebskanäle

Der nächste konkrete Prüfstein für die Turnaround-Story folgt mit den Quartalszahlen, die am 4. Februar 2026 erwartet werden. Dann wird sich zeigen, wie weit das Management mit der Neuausrichtung operativ gekommen ist und wie belastbar die aktuelle Investmentthese von Investoren wie BlackBird wirkt.

Fiserv-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Fiserv-Analyse vom 08. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Fiserv-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Fiserv-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Fiserv: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...