Die Aktie von Fiserv legte am Mittwoch deutlich zu, nachdem der Zahlungsdienstleister eine strategische Partnerschaft mit der kanadischen Peoples Group verkündete. Die beiden Unternehmen wollen gemeinsam eine Echtzeit-Zahlungsplattform der nächsten Generation aufbauen. Die positive Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen sowohl mit aktivistischem Investorendruck als auch mit mehreren Analystensenkungen konfrontiert ist.

Echtzeit-Zahlungen für Kanada

Fiserv und die in Toronto ansässige Peoples Group gaben gestern bekannt, dass sie eine unternehmensweite Zahlungsinfrastruktur für den kanadischen Markt entwickeln werden. Die Kooperation nutzt Fiserv' Enterprise Payments Platform sowie das DNA-Kernbankensystem, das in der Public Cloud betrieben wird. Ziel ist die Vorbereitung auf die bevorstehende Real-Time Rail von Payments Canada.

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Peoples Group bezeichnete das Abkommen als eine der bedeutendsten Technologieinvestitionen ihrer Geschichte. Die Plattform soll Sofortzahlungen, eine durchgehend verfügbare Infrastruktur und umfassende ISO-20022-Daten ermöglichen.

Die Fiserv-Aktie reagierte mit einem Kurssprung von rund 3,5 Prozent auf die Meldung.

Aktivist übt Druck aus

Die Partnerschaft kommt nicht zufällig. Mitte Februar hatte der aktivistische Investor Jana Partners eine Beteiligung von knapp einem Prozent an Fiserv offengelegt. Jana drängt das Unternehmen Berichten zufolge zu einer strafferen Portfoliostruktur und einer stärkeren Fokussierung auf das Kerngeschäft in Banking und Zahlungsverkehr.

Der Hintergrund: Fiserv hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 73 Prozent an Wert verloren. Die Aktie fiel von einem 52-Wochen-Hoch nahe 239 Dollar auf zuletzt etwa 61 Dollar.

Quartalszahlen mit gemischten Signalen

Anfang Februar hatte Fiserv Zahlen für das vierte Quartal 2025 vorgelegt. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf die Konsensschätzungen. Das Umsatzwachstum blieb mit etwa einem Prozent gegenüber dem Vorjahr jedoch verhalten. Für das Gesamtjahr 2026 stellte das Management ein organisches Umsatzwachstum von ein bis drei Prozent in Aussicht – deutlich unter den rund vier Prozent, die 2025 erreicht wurden.

Mehrere Analysten haben daraufhin ihre Kursziele gesenkt. B. Riley Securities reduzierte das Ziel von 72 auf 69 Dollar bei neutraler Einstufung. UBS senkte von 75 auf 70 Dollar, Citigroup auf 68 Dollar und TD Cowen von 77 auf 68 Dollar – alle mit neutraler Empfehlung. Das durchschnittliche Analystenziel liegt bei 77,43 Dollar.

Weitere strategische Schritte

Neben der Peoples-Group-Partnerschaft treibt Fiserv weitere Projekte voran. Mitte Februar startete das Unternehmen INDX, eine Echtzeit-Abwicklungsplattform für Digital-Asset-Unternehmen. Ende Januar folgten Partnerschaften mit Affirm für Ratenzahlungsfunktionen bei Debitkartenprogrammen sowie mit Sumitomo Mitsui für Clover-basierte digitale Händlerlösungen.

Ausblick: Liefern unter Beobachtung

Fiserv steht unter Zugzwang. Die neuen Partnerschaften und Produkteinführungen zeigen zwar strategische Ambitionen, doch die deutlich gebremste Umsatzdynamik und die Serie von Analystensenkungen verdeutlichen die operativen Herausforderungen. Mit der nächsten Quartalsmitteilung Ende April werden Investoren prüfen, ob sich die jüngsten Initiativen in besseren Finanzkennzahlen niederschlagen.

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