Die Fiserv-Aktie geriet am Montag unter Druck und verlor knapp 5 Prozent. Auslöser war Analyst Hal Goetsch von B. Riley, der sein Kursziel von 72 auf 69 Dollar reduzierte – bei unveränderter neutraler Einstufung. Gleichzeitig erhöht ein aktivistischer Investor den Druck auf das Management.

Aktivist fordert strategische Neuausrichtung

Jana Partners hat sich mit rund 2,2 Millionen Aktien bei Fiserv eingekauft – ein Investment von etwa 151 Millionen Dollar. Der aktivistische Investor drängt CEO Mike Lyons zu einer umfassenden Portfolioprüfung. Im Fokus: beschleunigtes Wachstum im Kerngeschäft mit Banking- und Payment-Lösungen sowie der mögliche Verkauf von Randaktivitäten.

Der Vorstoß kommt nicht von ungefähr. Ende 2025 hatte Fiserv einen deutlichen Bewertungsrückgang erlitten, nachdem das Management die Gewinnprognosen nach unten korrigierte. Die daraufhin gestartete Initiative "One Fiserv" soll Kundenfokus und Effizienz verbessern. Jana Partners unterstützt zwar die aktuelle Führung und die Erneuerung des Aufsichtsrats, fordert aber zusätzliche Maßnahmen zur Steigerung des Shareholder Value.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Fiserv?

Übergangsphase mit verhaltenen Aussichten

Die jüngsten Quartalszahlen unterstreichen die Herausforderungen. Im vierten Quartal 2025 übertraf Fiserv mit einem bereinigten Gewinn von 1,99 Dollar je Aktie zwar die Erwartungen, steigerte den Umsatz jedoch nur um rund 1 Prozent im Jahresvergleich.

Für 2026 stellt sich das Unternehmen auf ein Übergangsjahr ein. Das organische Umsatzwachstum soll zwischen 1 und 3 Prozent liegen, der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 8,00 und 8,30 Dollar. Analysten von RBC Capital sehen darin eine Phase der Konsolidierung vor einer möglichen Beschleunigung.

Technologische Expansion läuft weiter

Trotz der schwierigen Marktphase treibt Fiserv seine Plattformentwicklung voran. Mitte Februar startete Can/Am Technologies die Lösung Teller Payments für Behörden-Zahlungsabwicklung – basierend auf Fiserv-Infrastruktur. Das System ermöglicht die Integration von Präsenz- und elektronischen Zahlungen in bestehende Kassensysteme.

Parallel dazu führte Fiserv mit INDX eine Echtzeit-Abwicklungsplattform für digitale Assets ein. Das System verteilt Kundengelder über mehr als 1.100 versicherte US-Finanzinstitute und bietet durchgehende Echtzeittransfers in versicherten US-Dollar. Der 10. März bringt die nächsten Quartalszahlen – dann wird sich zeigen, ob die strategischen Anpassungen erste Früchte tragen.

Fiserv-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Fiserv-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Fiserv-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Fiserv-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Fiserv: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...