Die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen hat am Freitag einen deutlichen Riss bekommen. Überraschend hohe Erzeugerpreise sorgten an der Wall Street für Ernüchterung und drückten den Leitindex unter eine psychologisch wichtige Marke. Während defensive Werte als sicherer Hafen gesucht waren, gerieten besonders Finanz- und Technologietitel unter die Räder.

Das Gespenst der Inflation

Verantwortlich für den Stimmungsumschwung waren die Erzeugerpreise (PPI) für Januar. Mit einem Anstieg von 2,9 Prozent im Jahresvergleich lagen diese deutlich über den von Ökonomen erwarteten 2,6 Prozent. Diese Daten zerstörten die kurzfristigen Hoffnungen vieler Marktteilnehmer auf eine lockerere Geldpolitik der Federal Reserve. Die unmittelbare Folge war eine spürbare Flucht aus Risiko-Assets, da Anleger ihre Portfolios vor dem Wochenende neu bewerteten. Der Dow Jones verlor bis zum Handelsschluss 1,05 Prozent und beendete den Tag bei 48.977,92 Punkten.

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Rotation in defensive Werte

Besonders hart traf der Verkaufsdruck den Finanzsektor und zyklische Titel. Schwergewichte wie American Express und Goldman Sachs gaben deutlich nach und zogen den preisgewichteten Index massiv nach unten. Auch KI-Liebling Nvidia konnte sich dem negativen Sog nicht entziehen und verlor angesichts wachsender Skepsis bezüglich der Investitionsausgaben weiter an Boden.

Im direkten Kontrast dazu waren defensive "Langweiler" gefragt: McDonald's und Coca-Cola markierten im Handelsverlauf neue Allzeithochs. Diese Sektor-Rotation unterstreicht, dass Kapital nicht blind abgezogen, sondern gezielt in vermeintlich sicherere Häfen wie Basiskonsumgüter und Gesundheitswerte umgeschichtet wurde.

Wichtige Marken fallen

Aus charttechnischer Sicht hat der Index Schaden genommen, indem er die runde Marke von 49.000 Punkten unterschritt und darunter schloss. Zusätzlich belasteten steigende Ölpreise die Stimmung, angeheizt durch geopolitische Spannungen. Der Volatilitätsindex VIX reagierte mit einem deutlichen Sprung, was auf eine erhöhte Absicherungsnachfrage hindeutet.

Zum Wochenstart am Montag richtet sich der Blick der Händler nun auf die Haltekraft der Unterstützung bei 48.660 Punkten. Sollte diese Marke aufgrund anhaltender geopolitischer Risiken oder weiterer Verkäufe nicht halten, droht ein Test des 100-Tage-Durchschnitts im Bereich von 48.300 Punkten. Eine Rückeroberung der 49.000-Punkte-Schwelle wäre hingegen das erste notwendige Signal für eine technische Stabilisierung.

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