Bitcoin: Belastende Tendenzen?
Bitcoin geht mit Gegenwind in den März. Nicht nur die geopolitische Lage im Nahen Osten hat die Risikostimmung gedämpft – auch hartnäckige Inflationssignale aus den USA und ein nervöser ETF-Markt prägen den Ton. Entscheidend ist jetzt, ob sich der Markt in einer breiten Spanne stabilisieren kann.
Geopolitik als Brandbeschleuniger
Am Wochenende sorgten Berichte über einen israelischen Schlag gegen den Iran für einen spürbaren Abverkauf. In solchen Momenten wird Bitcoin oft zu einem der wenigen großen, rund um die Uhr handelbaren Assets – entsprechend schnell können Positionen abgebaut werden, während Aktien- und Anleihemärkte geschlossen sind.
Hinzu kommt: In klassischen „Risk-off“-Phasen fließt Kapital häufig in Gold. Bitcoin dagegen bewegt sich laut Marktbeobachtung weiterhin stark im Takt wachstumsorientierter Tech-Werte – und steht damit eher auf der Seite der riskanteren Anlagen. Die Folge waren vor allem im Derivatehandel deutliche Long-Liquidationen.
Makro-Druck und ein Markt mit dünnerer Liquidität
Der Februar blieb insgesamt schwach: Bitcoin verzeichnete den fünften Monatsverlust in Folge. Als Treiber nennt der Quelltext vor allem die US-Konjunkturdaten: Eine höher als erwartete Produzentenpreisinflation für Januar verschob die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen weiter nach hinten. Gleichzeitig werden breitere Kreditrisiken thematisiert – unter anderem über steigende Credit Spreads und Kursrückgänge bei Private-Equity-Firmen.
Auffällig war auch eine Erholung zur Wochenmitte, die nicht hielt. Bitcoin näherte sich kurz der Marke von 70.000 US-Dollar, prallte dort aber wieder ab. Glassnode führt das auf ein „strukturell dünnes Liquiditätsumfeld“ zurück: Anders als in der dynamischen Rally Ende 2025 reichten 2026 bereits vergleichsweise moderate Verkaufsorders, um spürbare Preisrutsche auszulösen.
Beim Kurs zeigt sich die Schwäche auch im größeren Bild: Mit zuletzt 67.469,06 USD liegt Bitcoin seit Jahresanfang rund 24% im Minus.
ETF-Flows, Angst-Stimmung – und ein Gegenpol
Bei den US-Spot-Bitcoin-ETFs dominierten über weite Strecken Abflüsse: Rund 3,8 Mrd. US-Dollar wurden laut Quelle über fünf Wochen netto abgezogen – zuletzt mit einem Wochenminus von 316 Mio. US-Dollar, angeführt von BlackRocks IBIT. Gleichzeitig gab es ein Signalwechsel: An drei Tagen summierten sich die Nettozuflüsse auf 1,1 Mrd. US-Dollar, der stärkste Zuflussblock seit sechs Wochen.
Das passt zur angespannten Stimmung: Der Fear-&-Greed-Index fiel auf „Extreme Fear“ (14). Glassnode verortet zugleich eine Zone hoher Überzeugung zwischen 60.000 und 69.000 US-Dollar, in der im Februar laut Analyse mehr als 400.000 BTC akkumuliert wurden – eine Käuferbasis, die bisher einen völligen Ausverkauf verhindert habe. Ist das bereits ein Stabilitätsanker? Zumindest erklärt es, warum Rücksetzer in dieser Spanne bislang wieder Käufer fanden.
Angebot, Miner-Verkäufe und ein konkreter Sonderfall
Langfristig verweist der Quelltext auf die knapper werdende Angebotsseite: Rund 1,32 Mio. BTC sind noch nicht geschürft (unter 7% der Gesamtmenge). Zusätzlich gelten geschätzt 3 bis 4 Mio. BTC als dauerhaft verloren.
Kurzfristig wirkte jedoch ein anderes Signal: Bitdeer Technologies hat seine gesamte Bitcoin-Reserve liquidiert und per 20. Februar nach eigener Angabe keinen BTC mehr auf der Bilanz. Der Miner produzierte 189,8 BTC im Berichtszeitraum und verkaufte die gesamte Menge, zusätzlich wurden 943,1 BTC an Reserven in einer Woche abgebaut. Bitdeer begründet den Schritt mit der Priorität auf Hashrate-Wachstum und Infrastruktur-Ausbau; finanziert werden soll das unter anderem über eine 325-Mio.-Dollar-Wandelanleihe sowie eine 43,5-Mio.-Dollar-Kapitalerhöhung.
Ausblick: Spanne statt Trend
Für März erwartet der Quelltext eher Seitwärtshandel in einem von Risikoaversion geprägten Umfeld. Nach dem Optionen-Verfall sind Trader demnach so positioniert, dass Bitcoin unter 72.000 bis 74.000 US-Dollar bleibt; als Unterstützungsbereich wird etwa 54.000 US-Dollar genannt. Die Marke um 60.000 US-Dollar gilt dabei als zentrale Orientierung – dort entscheidet sich, ob der Markt seine jüngste Käuferbasis verteidigen kann oder ob der Druck aus Makro und Geopolitik erneut die Oberhand gewinnt.
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