Dow Jones: Vorsichtiger Rückzug
Der Dow startete am Freitag wacklig in den Handel – und der Grund lag nicht bei Unternehmenszahlen, sondern bei der Inflation. Ein überraschend kräftiger Anstieg der US-Erzeugerpreise hat die Sorge neu entfacht, dass die US-Notenbank die Zinsen länger hoch halten muss. Genau dieses „länger restriktiv“ ist es, was riskantere Anlagen schnell aus dem Takt bringt.
Dazu kam Unruhe von einer anderen Seite: In den Rohstoffen gab es eine heftige Liquidation bei Edelmetallen. Das schürte Nervosität – auch weil solche Bewegungen oft Folgewirkungen über Margin Calls haben können.
Inflation und Renditen drücken auf die Stimmung
Auslöser war ein stärker als erwarteter Anstieg des Producer Price Index (PPI) im Dezember: +0,5% statt prognostizierter +0,3%. Der Markt interpretierte das als Signal, dass der Inflationsrückgang holpriger werden könnte.
Passend dazu zogen US-Staatsanleiherenditen an: Die Rendite der 10-jährigen Treasuries stieg im Tagesverlauf bis auf 4,26%. Das ist relevant, weil höhere Renditen Aktienbewertungen tendenziell unattraktiver machen – besonders in zinssensiblen Segmenten.
Der Handel blieb entsprechend nervös. Am Morgen rutschte der Index ab, später griffen Käufer an technischen Marken zu und begrenzten die Verluste.
Einzelwerte driften auseinander
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Auffällig war am Freitag die starke Spreizung innerhalb des Index: Einige Titel legten kräftig zu, während Teile des Finanz- und Gesundheitssektors belasteten.
Gewinner:
- Verizon sprang nach starken Quartalszahlen und angehobener Prognose deutlich an (+11,83%).
- Chevron profitierte von einer Rotation in Value- und Energiewerte (+3,14%).
- Coca-Cola war als defensiver Hafen gefragt (+1,95%).
Verlierer:
- Visa gab nach (-2,99%) und zog den Finanzsektor mit nach unten – am Markt spielten Sorgen über Gegenwind beim Konsum eine Rolle.
- 3M setzte seine schwächere Phase fort (-1,92%).
- UnitedHealth stand unter Druck (-1,78%) wegen Unsicherheit rund um politische Vorschläge zu möglichen Begrenzungen von Medicare-Advantage-Sätzen.
Technische Marken und der Blick auf Montag
Zum Wochenschluss notierte der Dow Jones bei 48.892,47 Punkten. Kurzfristig hat sich das technische Bild laut Ausgangslage etwas eingetrübt, der übergeordnete Trend bleibt aber aufwärtsgerichtet. Als wichtige Zone gilt die Unterstützung um 48.400 Punkte. Auf der Oberseite treffen die Kurse auf Widerstände im Bereich 49.100 Punkte sowie nahe dem jüngsten Hoch.
Für den Wochenstart am Montag dürfte der Markt vor allem zwei Dinge abgleichen: Hält die Unterstützung um 48.400 – und was machen die Renditen? Sollte die 10-jährige Rendite weiter Richtung 4,30% tendieren, könnte das Bewertungsdruck vor allem bei Industrie- und Finanzwerten im Dow auslösen, während die Berichtssaison der Schwergewichte zusätzlich für neue Impulse sorgt.
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