Der Wochenausklang an der Wall Street stand ganz im Zeichen geldpolitischer Unsicherheit. Die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Fed-Chef Jerome Powell, gepaart mit unerwartet hohen Inflationsdaten, drückte am Freitag auf die Stimmung und verhinderte neue Rekorde. Anleger fragen sich nun, ob mit dem bevorstehenden Führungswechsel bei der Notenbank auch ein härterer Kurs bei den Zinsen droht.

Inflationsdaten belasten

Der leichte Rücksetzer des Dow Jones um 0,36 Prozent auf 48.892,47 Punkte hatte fundamentale Gründe. Die am Freitag veröffentlichten Erzeugerpreise (PPI) für Dezember zeigten einen Anstieg von 0,5 Prozent und lagen damit deutlich über der Konsensschätzung von 0,3 Prozent. Diese Daten befeuerten am Markt die Sorge, dass die Inflation hartnäckiger bleibt als erhofft.

Zusätzliche Nervosität brachte die Personalentscheidung an der Spitze der Federal Reserve. Die Nominierung von Kevin Warsh bringt Unsicherheit in den Markt, da Investoren nun die künftige geldpolitische Ausrichtung neu bewerten müssen. Diese Gemengelage trieb die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen auf 4,25 Prozent und stärkte den US-Dollar, was traditionell Gegenwind für Aktien bedeutet.

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Verizon glänzt, Finanztitel schwächeln

Innerhalb des Index zeigte sich ein gespaltenes Bild. Klarer Gewinner war die Aktie von Verizon, die nach starken Quartalszahlen und einem optimistischen Ausblick um knapp 12 Prozent zulegte. Auch der Energiesektor zeigte Stärke: Chevron kletterte um 3,34 Prozent, gestützt durch geopolitische Spannungen, die auf die Rohstoffmärkte durchschlugen.

Auf der Verliererseite standen hingegen zins- und konjunktursensitive Titel unter Druck. Visa bildete mit einem Abschlag von 3,00 Prozent das Schlusslicht im Dow Jones, gefolgt vom Industriekonzern 3M (-2,06 Prozent). Marktbeobachter sehen hier einen direkten Zusammenhang mit den steigenden Anleiherenditen und der Unsicherheit über den künftigen Zinspfad unter einer neuen Fed-Führung.

Wichtige Chartmarken im Fokus

Technisch betrachtet befindet sich der Index nach dem Test seiner Allzeithochs in einer Konsolidierungsphase. Der Kursrutsch am Freitag führte den Dow Jones unter den kurzfristigen Pivot-Bereich von 49.000 Punkten. Unmittelbare Unterstützung bietet nun die Zone zwischen 48.600 und 48.700 Punkten. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt ist mit 0,48 Prozent mittlerweile sehr gering, was die Bedeutung der aktuellen Niveaus unterstreicht.

Zum Start in die neue Handelswoche am Montag werden die Marktteilnehmer die Implikationen des Führungswechsels bei der Fed weiter verarbeiten müssen. Sollte der Verkaufsdruck anhalten, gilt die Marke von 48.400 Punkten als entscheidende Unterstützung, um eine Ausweitung der Korrektur zu verhindern.

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