Apple schiebt iPhone und iPad in einen Bereich, der für Consumer-Geräte bislang praktisch verschlossen war: den Einsatz mit als „NATO Restricted“ eingestuften Informationen. Gleichzeitig steht ab Montag eine ganze Woche mit Produktneuheiten an. Treffen hier mehr Sicherheits-Image und neue Hardware aufeinander, als der Markt aktuell eingepreist hat?

NATO-Zertifizierung: Türöffner für Behörden

Laut Apple sind iPhone und iPad die ersten und einzigen Consumer-Geräte, die die Informationssicherheits-Anforderungen der NATO-Staaten erfüllen – und damit in NATO-Umgebungen für klassifizierte Daten bis zur Stufe „NATO Restricted“ genutzt werden dürfen. Bemerkenswert: Die Freigabe soll ohne spezielle Zusatzsoftware oder besondere Einstellungen möglich sein.

Basis dafür war eine umfangreiche Prüfung in Deutschland. Nach Apples Angaben hatte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) iPhone und iPad bereits für die Verarbeitung klassifizierter deutscher Behördendaten freigegeben. Darauf aufbauend seien Geräte mit iOS 26 und iPadOS 26 nun für den Einsatz in allen NATO-Staaten zertifiziert und im NATO Information Assurance Product Catalogue (NIAPC) gelistet.

Wichtig ist aber auch die Einordnung: Die Zertifizierung gilt ausdrücklich nicht für höhere Einstufungen wie „NATO Confidential“, „Secret“ oder „Top Secret“. Es geht um die definierte Schwelle für „NATO Restricted“ – ein Gütesiegel, das Apple vor allem im Behörden- und Enterprise-Geschäft zusätzliche Glaubwürdigkeit geben dürfte.

„Big Week“ ab Montag: Neue Geräte in Serie

Parallel hat CEO Tim Cook eine „big week“ ab dem 2. März bestätigt. Statt eines klassischen Events sollen die Neuheiten an drei aufeinanderfolgenden Tagen per Pressemitteilungen über Apples Newsroom vorgestellt werden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Apple?

Zusätzlich lädt Apple am 4. März ausgewählte Journalisten und Creator zu „Apple Experience“-Sessions in New York, London und Shanghai ein. Erwartet wird dort frühes Hands-on mit den frisch angekündigten Produkten.

Im Raum stehen laut Berichten unter anderem:
- ein iPhone 17e als Budget-Variante (möglicherweise mit Dynamic Island und MagSafe),
- ein neues günstiges MacBook, das optisch ans MacBook Air erinnern soll,
- ein iPad-Refresh, der vor allem wegen möglicher Apple-Intelligence-Unterstützung relevant wäre (A16 aus 2025 unterstützt das demnach nicht, A18/A19 schon),
- sowie Updates für MacBook Pro mit M5 Pro/M5 Max.

Zahlen stark – EU bleibt Gegenwind

Die beiden Impulse treffen auf einen ohnehin robusten finanziellen Hintergrund: Für das fiskalische Q1 2026 (bis 27. Dezember 2025) meldete Apple 143,8 Mrd. US-Dollar Umsatz (+16% im Jahresvergleich) und ein verwässertes EPS von 2,84 US-Dollar (+19%). Treiber seien ein starker iPhone-17-Zyklus und eine Erholung in China gewesen. Für Q2 stellt das Management 13–16% Umsatzwachstum in Aussicht.

Gleichzeitig verweist der Bericht auf regulatorische Risiken in der EU: Wegen anhaltender DMA-Themen rund um App-Store-Regeln drohten finanzielle Strafen und operative Hürden – inklusive möglicher Verzögerungen bei der Einführung von KI-Funktionen in der Region.

Am Markt zeigte sich zuletzt dennoch Zurückhaltung: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 223,50 Euro (Tag: -3,37%).

Im Fokus stehen nun zwei sehr konkrete Termine: ab 2. März die gestaffelten Produktankündigungen – und am 4. März die „Apple Experience“-Hands-ons, die oft erste Hinweise liefern, wie groß der praktische Sprung bei den neuen Geräten wirklich ausfällt.

Apple-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Apple-Analyse vom 28. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Apple-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Apple-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Apple: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...