Tesla Aktie: Zwei Märkte
Tesla erlebt in diesen Tagen ein bemerkenswertes Nebeneinander: In den USA scheint der Cybertruck mit einer günstigeren Variante einen Nerv zu treffen. In China dagegen muss der Konzern seine Verkaufsanreize erneut verlängern – ein Hinweis darauf, dass die Nachfrage dort deutlich Gegenwind bekommt. Wie passt das zusammen?
Cybertruck: Günstiger trifft Ziel
Für Tesla ist es ein selten klares Signal: Die neu eingeführte, preiswertere Cybertruck-Variante hat die Nachfrage spürbar angeschoben. Im Online-Konfigurator sind die Produktionsslots des Basis-Modells für den Rest von 2026 laut Artikel bereits ausverkauft.
Zusätzlich hat Tesla auf der Cybertruck-Seite angekündigt, dass der Preis nach dem 28. Februar steigen soll. Ausverkaufte Kapazitäten plus angekündigte Preiserhöhung deuten darauf hin, dass Tesla in diesem Segment in den USA einen Preisbereich gefunden hat, der funktioniert.
China: Anreize werden zur Dauerlösung
Ganz anders die Lage in China. Tesla verlängert seine aggressiven Finanzierungsprogramme – ein 7-Jahres-Kredit mit sehr niedrigem Zins sowie eine 5-Jahres-Nullzins-Finanzierung – nun bis zum 31. März. Es ist bereits die zweite Verlängerung in diesem Jahr: Ursprünglich sollte das Angebot Ende Januar auslaufen, dann wurde es bis 28. Februar gestreckt und jetzt bis zum Ende des ersten Quartals.
Parallel sind die Lieferzeiten stark geschrumpft. Auf der China-Website lagen die angegebenen Lieferfenster für Model 3, Model Y und Model Y L Ende Februar nur noch bei 1–3 Wochen. Im Dezember waren sie teils deutlich länger, einzelne Varianten waren sogar zeitweise ausverkauft. Kürzere Wartezeiten sind in diesem Kontext ein Warnsignal: Sie sprechen eher für nachlassende Nachfrage als für einen Produktionsengpass.
Hinzu kommt der zunehmende Preisdruck durch Konkurrenz. BYD sowie Xiaomi, Li Auto, Xpeng und NIO haben ähnliche 7-Jahres-Finanzierungen auf den Markt gebracht. Damit wird Teslas Instrument, über günstige Finanzierung Käufer zu locken, vom Vorteil zum Branchenstandard.
Jahreszahlen zeigen den Druck
Der Gegenwind spiegelt sich auch in den 2025er-Zahlen wider. Tesla lieferte 2025 weltweit 1,636 Millionen Fahrzeuge aus – rund 8,6% weniger als im Vorjahr und das zweite Jahr in Folge mit rückläufigen Auslieferungen. Zudem wurde Tesla bei den reinen E-Auto-Verkäufen erstmals von BYD überholt, dessen reine Stromer 2025 deutlich zulegten.
Finanziell meldete Tesla für 2025 einen Umsatz von rund 94,8 Milliarden US-Dollar (minus 3% zum Vorjahr). Der Nettogewinn fiel laut Artikel um 46% auf etwa 3,794 Milliarden US-Dollar.
Gleichzeitig erhöht das Management den Investitionsdruck: Für 2026 stellt Tesla in seinem Jahresbericht Kapitalausgaben von über 20 Milliarden US-Dollar in Aussicht – nach 8,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025. Das Geld soll unter anderem in KI-Recheninfrastruktur, Datenzentren sowie den Ausbau von Fertigung und Forschung fließen. Das dürfte spannend werden, denn höhere Investitionen können Wachstum ermöglichen – drücken kurzfristig aber oft auf die Marge.
Auch in Europa arbeitet Tesla an neuen Impulsen: FSD und „Cybercab“ könnten laut Aussagen „bald“ kommen, zudem wurde eine siebensitzige Option für das Model Y Juniper eingeführt; Auslieferungen sollen im April starten.
Zum Kursbild nur so viel: Mit 340,65 € am Freitag liegt die Aktie in den letzten 30 Tagen spürbar im Minus (-5,82%), obwohl sie auf 12 Monate gesehen deutlich zugelegt hat (+25,68%).
Im Blickpunkt steht damit vor allem der nächste konkrete Belastungstest: Der Artikel nennt den nächsten Quartalsbericht für Ende April 2026 – dann wird sich zeigen, ob starke Einzelsignale wie der Cybertruck in den USA die Schwäche in China und den hohen Investitionsplan zumindest teilweise auffangen können.
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