Der Dow Jones Industrial Average beendete am Donnerstag seine dreitägige Gewinnserie mit einem Minus von 267,50 Punkten (-0,54%) und schloss bei 49.395,16 Zählern. Die psychologisch wichtige 50.000er-Marke rückte damit wieder in die Ferne. Zwei Faktoren bremsten die Bullen: Liquiditätssorgen im Bereich privater Kredite und wachsende Spannungen zwischen den USA und Iran. Im frühen Freitagshandel zeigen sich die Futures jedoch erholt – sie notieren um 01:28 Uhr ET mit einem Plus von 96 Punkten (+0,19%).

Finanzwerte unter Druck – Ölpreis steigt

Der Handelstag begann noch verhalten, doch im Verlauf nahm der Verkaufsdruck zu. Besonders die Finanz- und Konsumwerte gerieten unter die Räder. Auslöser war eine Nachricht rund um Blue Owl Capital, die einen Ausverkauf im Finanzsektor nach sich zog. Goldman Sachs verlor 1,83%, American Express ebenfalls deutlich.

Gleichzeitig sorgte der Energiemarkt für Unruhe. Die Rohölpreise sprangen um knapp 2% nach oben, nachdem neue Berichte über eskalierende US-Iran-Spannungen die Runde machten. WTI Crude kletterte auf 66,43 Dollar, Brent auf 71,66 Dollar. Das stützte zwar Energieaktien, ließ aber inflationäre Befürchtungen wieder aufflammen – ein Belastungsfaktor für das industrielle Gesamtbild.

Die Marktbreite war negativ: Die Mehrheit der 30 Dow-Komponenten schloss im Minus. Das Handelsvolumen bewegte sich im Wochendurchschnitt, doch institutionelle Verkäufe waren gegen Handelsschluss erkennbar.

Sherwin-Williams und Boeing vorne beim Minus

Die Verlierer des Tages:

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  • Sherwin-Williams (SHW): -2,23% – Sorgen am Immobilienmarkt belasteten den Farbenhersteller.
  • Boeing (BA): -2,18% – Berichte über das Scheitern der jüngsten Starliner-Mission schaden dem Ruf des Luftfahrtkonzerns.
  • Goldman Sachs (GS): -1,83% – Teil der breiteren Verunsicherung im Finanzsektor.
  • Walmart (WMT): -1,38% auf 124,87 Dollar – Trotz übertroffener Q4-Erwartungen enttäuschte die Jahresprognose die Analysten.
  • Apple (AAPL): -1,44% – Der Schwergewichtler belastete den Index punktemäßig überproportional.

Auf der Gewinnerseite:

  • Verizon (VZ): +1,23% – Der Telekomriese profitierte von defensiven Umschichtungen.
  • Caterpillar (CAT): +1,14% – Starke Zahlen von Deere & Co. (+11,6%) strahlten positiv auf den Baumaschinenkonzern ab.
  • Procter & Gamble (PG): +1,08% – Weiterer Beleg für die Flucht in sichere Häfen.

Technisches Bild und Ausblick

Der Index wurde bei 49.900 bis 50.000 Punkten abgewiesen. Die unmittelbare Unterstützung liegt bei 49.150 Zählern. Ein Bruch darunter könnte den Weg zum 50-Tage-Durchschnitt öffnen. Die Dynamik hat sich mit dem Ende der Gewinnserie neutralisiert – Konsolidierung scheint wahrscheinlich, bevor ein neuer Anlauf auf Allzeithochs unternommen wird.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe sank leicht auf 4,074%, was kurzfristig Bewertungsdruck von den Schultern nimmt. Allerdings bleibt das Zinsniveau hoch genug, um aggressive Aufschläge bei Kurs-Gewinn-Verhältnissen zu deckeln.

PCE-Daten und Supreme-Court-Urteil im Fokus

Heute Vormittag stehen wichtige Daten an: Die PCE-Inflationszahlen und das BIP für Q4 könnten Richtung vorgeben. Zusätzlich erwartet der Markt ein Urteil des Supreme Court zu Zöllen. JPMorgan-Analysten kalkulieren mit möglichen Schwankungen von 0,5% im S&P 500 – je nach Ausgang der Entscheidung. Der VIX-Index stieg am Donnerstag um 3,11% auf 20,23 Punkte und signalisiert erhöhte Nervosität. Am Freitag werden die Karten neu gemischt.

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