Broadcom Aktie: Technologischer Durchbruch
Mitten in einer Phase wachsender Marktskepsis gegenüber KI-Investitionen setzt Broadcom ein deutliches Zeichen. Der Halbleiterriese hat mit der Auslieferung seiner ersten 2-Nanometer-Chips einen wichtigen technologischen Meilenstein erreicht. Doch während die neue Hardware beeindruckt, reagiert die Börse nervös auf das breitere Marktumfeld und drückt den Kurs.
Neue Architektur für KI-Cluster
Broadcom erweitert sein Portfolio und beginnt mit der Versendung seiner neuartigen „System-on-Chip“-Hardware an den japanischen IT-Partner Fujitsu. Diese Komponenten sind für Fujitsus kommende Monaka-Prozessorenreihe in Rechenzentren vorgesehen. Technologisch setzt Broadcom hierbei auf eine proprietäre 3,5D-Packaging-Plattform.
Das Besondere an diesem Design ist die Kombination aus nebeneinanderliegenden Chiplets und vertikal gestapelten Schichten. Diese Bauweise ermöglicht es, Rechenleistung, Speicher und Netzwerkfunktionen auf engstem Raum unabhängig voneinander zu skalieren. Ziel ist es, die massiven Anforderungen riesiger KI-Cluster zu bewältigen, indem Energieeffizienz gesteigert und Latenzzeiten gesenkt werden. Broadcom plant, bis 2027 mindestens eine Million dieser Einheiten zu verkaufen.
Sektor unter Druck
Trotz der Produktinnovation konnte sich die Broadcom-Aktie dem negativen Sog der Branche nicht entziehen. Das Papier verlor im Donnerstagshandel über 6 Prozent und notiert auch heute bei rund 267,70 Euro weiter schwächer. Auslöser für den Verkaufsdruck waren enttäuschende Quartalsergebnisse von Wettbewerbern, die am Markt Ängste vor einer Ermüdung bei den KI-Ausgaben schürten.
Da Broadcom stark von denselben großen Cloud-Anbietern ("Hyperscalern") abhängig ist wie die Konkurrenz, reagieren Anleger sensibel auf Anzeichen einer Investitionszurückhaltung. Interessanterweise zeigte sich am anderen Ende der Lieferkette eine gegenteilige Reaktion: Die Aktien des Kunden Fujitsu legten nach der Bekanntgabe der Belieferung im regionalen Handel um etwa 5 Prozent zu.
Spannung vor den Zahlen
Der Zeitpunkt der Auslieferung ist strategisch gewählt, denn am kommenden Dienstag, den 4. März 2026, öffnet Broadcom seine Bücher für das erste Quartal. Das Management stellt einen Gesamtumsatz von rund 19,1 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Allein das Segment für KI-Halbleiter soll dazu 8,2 Milliarden US-Dollar beitragen.
Marktberichten zufolge sitzt das Unternehmen auf einem gewaltigen Auftragsbestand für KI-Produkte in Höhe von 73 Milliarden US-Dollar. Investoren werden bei der Vorlage der Zahlen jedoch nicht nur auf das Wachstum, sondern vor allem auf die Profitabilität achten. Da der Hardware-Mix oft geringere Margen aufweist als das alteingesessene Chip-Geschäft, muss Broadcom beweisen, dass sich die hohen Umsätze auch effizient in Gewinne umwandeln lassen.
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