Apple hat diese Woche gleich mehrere strategische Weichenstellungen vorgenommen. Während iPhone und iPad als erste Consumer-Geräte für die Nutzung mit NATO-Verschlusssachen zugelassen wurden, baut der Konzern seine US-Produktion massiv aus. Beide Schritte könnten sich langfristig auszahlen – gerade in einem Umfeld steigender geopolitischer Spannungen und protektionistischer Handelspolitik.

Erste Consumer-Geräte mit NATO-Freigabe

Am 26. Februar 2026 gab Apple bekannt, dass iPhone und iPad ab sofort für den Umgang mit NATO-klassifizierten Informationen bis zur Stufe "NATO Restricted" zugelassen sind. Grundlage war eine umfassende Sicherheitsprüfung durch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Geräte wurden anschließend in den NATO Information Assurance Product Catalogue (NIAPC) aufgenommen.

Anders als bei Speziallösungen für Behörden benötigen Nutzer keine zusätzliche Software oder spezielle Einstellungen. Die nativen Sicherheitsfunktionen von iOS 26 und iPadOS 26 – darunter End-to-End-Verschlüsselung, Face ID und die neue Memory Integrity Enforcement – erfüllen die strengen Anforderungen bereits von Haus aus.

Kein anderes Consumer-Mobilgerät hat bislang eine vergleichbare Zertifizierung erhalten. Für Apple öffnet sich damit ein Markt, der bisher weitgehend auf spezialisierte Hardwarehersteller beschränkt war. Regierungs- und Verteidigungsbehörden aller NATO-Staaten können nun iPhone und iPad standardmäßig einsetzen.

Mac mini kommt nach Houston

Parallel zur NATO-Meldung kündigte Apple eine erhebliche Erweiterung seiner Produktionsstätte in Houston an. Noch in diesem Jahr soll die Fertigung des Mac mini anlaufen – erstmals werden damit Macs in den USA hergestellt. Apple verdoppelt dafür die Fläche seines Campus in der texanischen Metropole.

Bereits seit 2025 produziert Apple in Houston KI-Server für eigene Rechenzentren, einschließlich der dort gefertigten Logikboards. Die Produktion liegt laut Unternehmensangaben über Plan. Die Erweiterung ist Teil der vor knapp einem Jahr angekündigten 600-Milliarden-Dollar-Investition zur Rückverlagerung kritischer Fertigungsschritte in die USA.

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Zusätzlich entsteht ein 20.000 Quadratfuß großes Advanced Manufacturing Center für die Ausbildung von Fachkräften. Apple bezieht inzwischen über 20 Milliarden in den USA gefertigte Chips aus 24 Fabriken in zwölf Bundesstaaten – unter anderem von TSMC, Broadcom und Texas Instruments.

Die verstärkte Inlandsproduktion könnte Apple auch im Umgang mit der Trump-Administration helfen. Tech-Konzerne bauen ihre US-Präsenz seit Monaten aus, während der Präsident weiterhin auf Zölle setzt. Eine breitere Fertigungsbasis in den USA mindert das Risiko importbedingter Kostensteigerungen.

Starke Quartalszahlen im Rücken

Beide Ankündigungen folgen auf ein Rekordquartal. Im ersten Geschäftsquartal 2026 erzielte Apple einen Umsatz von 143,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie stieg um 19 Prozent auf 2,84 Dollar.

Das iPhone legte mit 85,3 Milliarden Dollar Umsatz besonders deutlich zu, ein Anstieg von 23 Prozent. Für das laufende zweite Quartal rechnet Apple mit einem Umsatzwachstum zwischen 13 und 16 Prozent. Die Bruttomarge erreichte einen Rekordwert von 48,2 Prozent, getrieben durch höhere Verkäufe der margenstärkeren Pro-Modelle und das weiter wachsende Services-Geschäft, das inzwischen über 100 Milliarden Dollar pro Jahr umsetzt.

Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtete zudem, dass Apple vom 2. bis 4. März eine dreitägige Produktankündigung plant. Erwartet wird unter anderem das iPhone 17e, ein Einstiegsmodell zum Preis von 599 Dollar.

Kostendruck bei Speicherchips

Trotz positiver Signale gibt es auch Gegenwinde. Apple hat nach Notverhandlungen mit Samsung höhere Preise für LPDDR5X-Speicherchips zugesagt, die für die iPhone-17-Produktion benötigt werden. Die steigenden Speicherkosten könnten kurzfristig auf die Marge drücken – ein Punkt, den Analysten genau beobachten.

Mit einer Marktkapitalisierung nahe vier Billionen Dollar bleibt Apple die schwerste Einzelposition im S&P 500 und macht rund 6,8 Prozent des Index aus. Institutionelle Großanleger wie Vanguard und BlackRock halten zusammen über 2,5 Milliarden Aktien. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die neuen Produkte und die erweiterte Siri-Integration mit Gemini die hohen Erwartungen rechtfertigen können.

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