Broadcom drückt beim KI-Hardware-Rennen aufs Tempo: Der Konzern liefert erstmals einen kundenspezifischen 2nm-Compute-Chip aus – und setzt dabei auf eine neue 3.5D-Packaging-Plattform. Der erste Abnehmer ist Fujitsu in Japan. Doch warum kommt diese Meldung ausgerechnet jetzt, wo Chip-Aktien zuletzt deutlich unter Druck standen?

2nm-Chip trifft auf 3.5D-Packaging

Laut der Mitteilung von gestern (26. Februar) hat Broadcom die Auslieferung seines ersten 2nm Custom-Compute-SoC gestartet. Der technische Kern dahinter ist die eigene 3.5D-XDSiP-Plattform: Sie kombiniert 2.5D- und 3D-IC-Packaging und nutzt eine „Face-to-Face“-Integration.

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Das Ziel ist klar auf KI-Infrastruktur zugeschnitten. Durch höhere Signaldichte, mehr Rechenkapazität und bessere Energieeffizienz soll die Architektur besonders für die Anforderungen großer KI-Cluster taugen – also dort, wo Performance und Stromverbrauch schnell zum Flaschenhals werden.

Fujitsu macht den Anfang – weitere Kunden ab H2 2026

Die erste Auslieferung geht an Fujitsu und unterstützt die „FUJITSU-MONAKA“-Initiative. Damit ist es kein breit ausgerollter Standardchip, sondern ein maßgeschneidertes Design für einen konkreten Kunden und ein konkretes Projekt.

Broadcom will die 3.5D-Plattform nach diesem Startschuss aber nicht exklusiv lassen: Weitere Kunden sollen ihre eigenen Processing Units (XPUs) darauf aufsetzen können. Die dafür geplanten Auslieferungen sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen.

KI-Investitionen hoch – aber der Sektor wackelt

Die Nachricht fällt in eine Phase, in der rund um KI weiterhin viel Geld in neue Hardware fließt. Broadcom verweist auf eine robuste Entwicklungspipeline, getrieben von anhaltender Nachfrage großer Cloud- und Rechenzentrumsbetreiber.

Gleichzeitig zeigt der Markt, wie nervös er bei Bewertungen und Wachstumserwartungen reagieren kann: Am 26. Februar fiel der Philadelphia Semiconductor Index (SOX) um 3,2%. Im Sog rutschten auch die großen Indizes ab (S&P 500: -0,54%, Nasdaq Composite: -1,18%). Als Treiber nannten Marktberichte vor allem Sorgen, ob die hohen Wachstumsbewertungen im KI-Bereich dauerhaft zu rechtfertigen sind.

Broadcom selbst notierte zuletzt ebenfalls schwächer: Der Schlusskurs am Donnerstag lag bei 272,60 Euro, auf Sieben-Tage-Sicht entspricht das einem Minus von 3,40%.

Zum nächsten Zeitplan hat Broadcom in der Mitteilung einen klaren Marker gesetzt: Zusätzliche Kunden-Starts auf der 3.5D-Plattform sind ab H2 2026 vorgesehen – daran dürfte sich messen lassen, wie schnell aus dem Technologie-Start ein breiterer Rollout wird.

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