Der Halbleiterspezialist Ams Osram bringt strategische Fortschritte in mehreren Geschäftsfeldern auf den Weg. Ein neuer Magnetsensor für Elektrofahrzeuge und die Beilegung eines jahrelangen Patentstreits könnten dem unter Druck stehenden Unternehmen frischen Rückenwind verschaffen.

Sensor für die E-Mobilität: AS5173 im Fokus

Mit dem magnetischen Positionssensor AS5173 zielt Ams Osram direkt auf einen Schwachpunkt der Elektromobilität. Elektrofahrzeuge sind deutlich schwerer als Verbrenner – entsprechend höher sind die Anforderungen an Fahrwerk und Dämpfung. Der neue Sensor soll genau hier ansetzen und aktive Fahrwerkskontrollsysteme präziser steuern.

Technisch baut das Bauteil auf der bewährten AS5172-Plattform auf, bietet jedoch eine verbesserte Auflösung dank integriertem Rauschfilter. Besonders interessant: Der Sensor benötigt lediglich eine magnetische Flussdichte von 10 mT. Das ermöglicht den Verzicht auf schwere Seltenerdmagnete und reduziert damit die Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen.

Die PSI5-Schnittstelle zur Datenübertragung vereinfacht die Fahrzeugarchitektur und spart Gewicht. Mit der Automobilqualifikation AEC-Q100 Grade 1 und der Sicherheitsnorm ASIL B erfüllt der AS5173 die strengen Anforderungen der Branche.

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Patentstreit beigelegt – aus Konflikt wird Kooperation

Zeitgleich meldet Ams Osram einen juristischen Erfolg. Die 2025 gestarteten Rechtsstreitigkeiten mit dem chinesischen LED-Hersteller Shenzhen Meizhi Optoelectronics Technology sind beigelegt. Vor dem US District Court in Massachusetts und dem Landgericht Düsseldorf hatte Ams Osram Patentverletzungen bei LED-Komponenten für Pflanzenbeleuchtung geltend gemacht – konkret bei den Spider Farmer Leuchten.

Das Ergebnis der außergerichtlichen Einigung: Meizhi wird künftig LEDs für den Gartenbau direkt von Ams Osram beziehen. Aus einem kostspieligen Rechtsstreit wird damit eine kommerzielle Partnerschaft. Finanzielle Details bleiben vertraulich.

Nachhaltigkeit als Messethema

Auf der Light + Building 2026 in Frankfurt (8. bis 13. März) will Ams Osram das 120-jährige Bestehen der Marke Osram einläuten. Im Gepäck: eine neue Transportlösung für LED-Komponenten. Eine Papierrolle ersetzt die bisherigen Plastikrollen und senkt den CO2-Fußabdruck in diesem Segment um rund 80 Prozent. Das Transportgewicht sinkt um ein Drittel.

Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass Ams Osram auf mehreren Ebenen vorankommt. Der neue Automotive-Sensor bedient einen wachsenden Markt, die Patentdurchsetzung sichert technologische Position und schafft neue Geschäftsbeziehungen. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Aktie nachhaltig zu stabilisieren, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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