Klarna Aktie: Rekordumsatz, rote Zahlen
Der schwedische Fintech-Konzern Klarna hat am 26. Februar 2026 seinen vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vorgelegt – und die Zahlen offenbaren ein Paradox: Während Umsatz und Kundenzahlen auf Rekordniveau liegen, weist das Unternehmen erstmals seit dem Börsengang einen Jahresverlust aus. Die Aktie hat in den vergangenen Wochen drastisch an Wert verloren.
Erstes Verlustjahr als börsennotiertes Unternehmen
Klarna steigerte 2025 das Bruttowarenvolumen (GMV) um 22 Prozent auf 127,9 Milliarden US-Dollar, der Umsatz kletterte um 25 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Allein im vierten Quartal knackte das Unternehmen erstmals die Milliarden-Marke beim Quartalsumsatz – mit 1,08 Milliarden Dollar lag man über den eigenen Prognosen.
Doch unter dem Strich steht ein Verlust: Das vierte Quartal schloss mit minus 26 Millionen Dollar ab, ein Jahr zuvor hatte Klarna noch 40 Millionen Dollar Gewinn ausgewiesen. Für das Gesamtjahr summiert sich der Nettoverlust auf 294 Millionen Dollar, was einem Verlust je Aktie von 0,79 Dollar entspricht. Besonders auffällig: Die Rückstellungen für Kreditausfälle stiegen um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Banking-Offensive zeigt Wirkung
Parallel zum Geschäftsbericht meldete Klarna einen massiven Anstieg der App-Nutzung. 55 Millionen Nutzer sind monatlich aktiv, 9 Millionen davon täglich – ein Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Grund: Klarna erweitert sein Angebot systematisch über die klassische „Jetzt kaufen, später zahlen"-Funktion hinaus. Debitkarte, Cashback-Programme, Mobilfunktarife und Peer-to-Peer-Zahlungen in Europa sollen aus der Zahlungsplattform eine vollwertige digitale Bank machen.
Die Strategie zeigt Wirkung: 15,8 Millionen Kunden nutzen mittlerweile Banking-Funktionen, eine Verdopplung binnen Jahresfrist. Besonders stark wächst der US-Markt mit einem Umsatzplus von 58 Prozent und 29 Millionen amerikanischen Nutzern.
Schwache Prognose belastet Kurs
Der Aktienkurs steht massiv unter Druck. Innerhalb einer Woche verlor das Papier über 21 Prozent, im Monatsvergleich sind es knapp 45 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf rund 48 Prozent. Verantwortlich dafür ist vor allem der Ausblick: Klarna prognostiziert für 2026 ein GMV von 155 Milliarden Dollar – deutlich unter den Erwartungen vieler Analysten, die auf eine Fortsetzung der bisherigen Wachstumsdynamik gesetzt hatten.
Zusätzlichen Druck erzeugen Sammelklagen gegen das Unternehmen. Investoren werfen Klarna vor, kurz nach dem Börsengang die Risiken bei den Kreditausfallreserven nicht korrekt dargestellt zu haben.
Wachstum gegen Profitabilität
Klarna operiert in 26 Ländern mit 966.000 Händlerpartnern und wickelt täglich 3,4 Millionen Transaktionen ab. Die operative Infrastruktur wächst schneller als die Belegschaft: Der Umsatz pro Mitarbeiter liegt bei 1,24 Millionen Dollar – 3,6-mal höher als noch 2022, während die Belegschaft im gleichen Zeitraum um 49 Prozent schrumpfte.
Die zentrale Frage bleibt: Kann die Banking-Expansion die Lücke zwischen Umsatzwachstum und fehlendem Gewinn schließen? Für das erste Quartal 2026 peilt Klarna einen Umsatz zwischen 900 und 980 Millionen Dollar an, die operative Marge soll im Gesamtjahr 6,9 Prozent erreichen. Der vollständige Geschäftsbericht und die SEC-Einreichung liefern Investoren nun die Datenbasis, um diese Frage zu beantworten.
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