Broadcom erweitert sein Chipportfolio über das boomende KI-Geschäft hinaus. Am 19. Februar 2026 stellte der Halbleiterriese BroadPeak vor – einen System-on-Chip für die nächste Generation drahtloser Netzwerke. Das Timing ist bemerkenswert: Knapp zwei Wochen vor den Quartalszahlen setzt Broadcom ein Zeichen im 5G- und 6G-Markt.

Das steckt hinter BroadPeak

Der BCM85021-Chip integriert digitale Front-End- und ADC/DAC-Blöcke auf einem einzigen 5-Nanometer-CMOS-Chip. Das Besondere: Der Baustein deckt ein Frequenzspektrum von 400 MHz bis 8,5 GHz ab und zielt auf massive MIMO- sowie Remote-Radio-Head-Anwendungen.

Nach Unternehmensangaben verbraucht die Lösung bis zu 40 Prozent weniger Energie als bestehende Alternativen. Technisch unterstützt der Chip 32T32R8FB-Konfigurationen, bietet eine Bandbreite von bis zu 860 MHz und erreicht ADC/DAC-Abtastraten von 19,6 GS/s. Integriert sind zudem digitale Vorverzerrung, Trägeraggregation und Scheitelfaktor-Reduktion.

"Mit der Ausweitung von 5G New Radio ins 6-GHz-Spektrum und darüber hinaus muss sich die dahinterstehende Infrastruktur weiterentwickeln", erklärte Vijay Janapaty, Vice President der Physical Layer Products Division bei Broadcom.

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Broadcom hat für die Markteinführung ein Ökosystem aufgebaut. Altera, das nach der Mehrheitsbeteiligung von Silver Lake 2025 operativ unabhängig wurde, bestätigte erfolgreiche Interoperabilitätstests zwischen seinen Agilex-7-FPGAs und den BroadPeak-SoCs. Hitachi GlobalLogic entwickelt parallel das BroadPeak-SDK für Open-RAN-Architekturen.

Erste Muster erreichen bereits ausgewählte Kunden und Partner.

Diversifikation vor den Zahlen

Die Produktankündigung erfolgt zwei Wochen vor Broadcoms Quartalsbericht am 4. März 2026. Während das maßgeschneiderte KI-Silizium zuletzt das Umsatzwachstum dominierte, zeigt der Schritt ins Infrastrukturgeschäft Broadcoms Strategie zur breiteren Portfolioaufstellung im Halbleitermarkt.

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