Broadcom Aktie: Margendruck belastet
Broadcom steht kurz vor einem Spagat: Einerseits treibt die boomende Nachfrage nach KI-Chips das Umsatzwachstum auf neue Höhen. Andererseits zerren genau diese Produkte an der Profitabilität. Am 4. März legt der Halbleiterkonzern seine Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2026 vor – und Analysten erwarten eine wegweisende Diskussion über die künftige Margenentwicklung.
Starkes Wachstum trifft auf sinkende Rentabilität
Für das abgelaufene Quartal rechnet der Konsens mit Erlösen von 19,1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 28 Prozent im Jahresvergleich. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 2,03 US-Dollar liegen. Das KI-Halbleitergeschäft entwickelt sich dabei zum zentralen Treiber: Das Management hatte zuletzt ein Umsatzvolumen von 8,2 Milliarden US-Dollar für diesen Bereich in Aussicht gestellt – nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Hinzu kommt ein Auftragsbestand für KI-Switches von über 10 Milliarden US-Dollar.
Die Kehrseite dieser Expansion zeigt sich in den Margen. Analysten gehen davon aus, dass die Bruttomarge sequenziell um rund 100 Basispunkte auf etwa 77 Prozent sinken wird. Verantwortlich dafür ist der wachsende Anteil der KI-Komponenten im Produktmix, die trotz hoher Nachfrage weniger profitabel sind als andere Geschäftsbereiche. Zudem konzentriert sich der gesamte KI-Auftragsbestand auf lediglich fünf Großkunden – ein Klumpenrisiko, das Investoren genau beobachten.
Analysten werden vorsichtiger
In den vergangenen Tagen haben mehrere Investmentbanken ihre Bewertungen angepasst. TD Cowen senkte das Kursziel von 450 auf 405 US-Dollar, Citi reduzierte seine Prognose von 480 auf 458 US-Dollar und verwies explizit auf den Margendruck. UBS hält dagegen an einem Kursziel von 475 US-Dollar fest und bekräftigt seine Kaufempfehlung. Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unter ihrem Dezember-Hoch und pendelt um die Unterstützungsmarke von 320 US-Dollar. Der Optionsmarkt preist für die Zahlenvorlage eine mögliche Kursbewegung von 11 Prozent ein.
Ausblick hängt an Investitionsbereitschaft der Hyperscaler
Entscheidend für die mittelfristige Entwicklung bleibt die Investitionsbereitschaft der großen Cloud-Anbieter. Branchenanalysen zufolge planen diese für 2026 kombinierte Ausgaben von 680 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur. Sollte Broadcom beim Earnings Call am 4. März Signale für eine Stabilisierung der Margen oder eine Diversifizierung der Kundenbasis liefern, dürfte die Aktie wieder Richtung 350 US-Dollar laufen. Andernfalls könnte die Marke von 320 US-Dollar in den Fokus rücken.
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