Broadcom hat diese Woche einen technologischen Meilenstein gesetzt: Der Halbleiterkonzern präsentierte den nach eigenen Angaben ersten 6G-fähigen Chip für Mobilfunkinfrastruktur. Doch während das Unternehmen seine Position in der Drahtlostechnik ausbaut, sorgt ein milliardenschwerer Deal zwischen Nvidia und Meta für Gegenwind im KI-Geschäft.

BroadPeak: Erster 6G-Standard-Chip der Branche

Am 19. Februar 2026 stellte Broadcom den BroadPeak™ (BCM85021) vor – ein hochintegriertes System-on-Chip für 5G Advanced und 6G-Infrastruktur. Das Besondere: Der Chip vereint digitale Frontend-Technologie und Analog-Digital-Wandler in 5-Nanometer-Technologie auf einem einzigen Baustein.

Die technischen Daten sind beeindruckend. BroadPeak arbeitet im Frequenzbereich zwischen 400 MHz und 8,5 GHz und senkt den Stromverbrauch um bis zu 40 Prozent gegenüber bestehenden Lösungen. Zudem unterstützt der Chip das kommende 5G-Advanced-Band n104 (6,425-7,125 GHz) sowie den oberen Mittelband-Bereich für 6G (7-8,5 GHz). Die ADC/DAC-Abtastraten erreichen bis zu 19,6 GS/s.

„Unsere Massive-MIMO-SoCs der nächsten Generation sind darauf ausgelegt, die kompromisslose Linearität und Energieeffizienz zu liefern, die für die Zukunft der Konnektivität erforderlich sind", erklärte Vijay Janapaty, Vice President von Broadcoms Physical Layer Products Division. Das Unternehmen hat bereits damit begonnen, Muster an ausgewählte Kunden und Partner zu versenden.

Nvidia-Meta-Partnerschaft setzt Broadcom unter Druck

Nur zwei Tage zuvor hatte die Konkurrenz zugeschlagen. Am 17. Februar 2026 gaben Nvidia und Meta Platforms eine mehrjährige Partnerschaft im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar bekannt. Meta verpflichtete sich, Millionen von Nvidia-Prozessoren einzusetzen – darunter Blackwell- und Rubin-GPUs, Grace- und Vera-CPUs sowie vollständige Vera-Rubin-Racksysteme.

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Der Deal zeigt die Marktmacht von Nvidia im KI-Bereich. Ben Bajarin von Creative Strategies stellte gegenüber CNBC fest, dass „ein erheblicher Teil der Investitionsausgaben von Meta auf diese Nvidia-Expansion ausgerichtet sein wird". Meta hatte zuvor angekündigt, 2026 bis zu 135 Milliarden Dollar in KI investieren zu wollen.

Die Reaktion an den Märkten fiel eindeutig aus: Während Nvidia im vorbörslichen Handel um rund 1,9 Prozent zulegte, gaben Broadcom-Aktien leicht nach. Barron's kommentierte, der Meta-Pakt zeige, dass Nvidia bei großen Hyperscalern oft die erste Wahl bleibe.

KI-Auftragsbuch bleibt prall gefüllt

Trotz des Rückschlags bei Meta steht Broadcom im KI-Geschäft nicht schlecht da. Das Unternehmen verfügt laut Yahoo Finance über ein rekordverdächtiges KI-Auftragsbuch von 73 Milliarden Dollar. Die im Oktober 2025 angekündigte strategische Partnerschaft mit OpenAI zur gemeinsamen Entwicklung von KI-Beschleunigern und Netzwerksystemen soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 in die Einsatzphase gehen.

Am 4. März 2026 wird Broadcom die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. Im vierten Quartal 2025 hatte das Unternehmen die Erwartungen übertroffen und einen Gewinn je Aktie von 1,95 Dollar gemeldet – 13,37 Prozent über der Analystenschätzung von 1,72 Dollar. Die kommenden Quartalsergebnisse dürften zeigen, ob Broadcom seine Doppelstrategie aus Drahtlos-Innovation und KI-Chips erfolgreich umsetzt.

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