Infineon Aktie: Neue Rekorde
Der Münchner Halbleiterkonzern knackt das höchste Kursniveau seit einem Jahrzehnt – während gleichzeitig ein Millionen-Aktienrückkauf läuft und die Übernahme des Sensorgeschäfts von ams OSRAM kurz vor dem Abschluss steht. Die Weichen für die nächste Wachstumsphase sind gestellt.
Mit 47,02 Euro markierte die Infineon-Aktie am 25. Februar ein neues 10-Jahres-Hoch. Seit Jahresbeginn hat der Titel rund 22 Prozent zugelegt und lässt den DAX damit deutlich hinter sich. Der langfristige Aufwärtstrend begann Ende November 2025 und bescherte Anlegern seitdem ein Plus von knapp 40 Prozent.
Aktienrückkauf und Investorenkonferenz
Seit dem 23. Februar kauft Infineon eigene Aktien zurück. Bis zu 4 Millionen Papiere im Wert von maximal 200 Millionen Euro sollen bis spätestens 27. März über Xetra erworben werden. Die Anteile dienen ausschließlich der Bedienung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen für Beschäftigte, Vorstände und Führungskräfte verbundener Unternehmen.
Parallel präsentiert sich das Management ab dem 26. Februar auf der SIG Technology Conference in New York sowie bei weiteren Terminen in San Francisco und London. Die Roadshow fällt in eine Phase strategischer Weichenstellungen.
Starke Quartalszahlen und KI-Boom als Treiber
Die operative Grundlage lieferten die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Infineon erzielte zwischen Oktober und Dezember 2025 einen Umsatz von 3,66 Milliarden Euro bei einem Segmentergebnis von 655 Millionen Euro. Die Segmentmarge lag bei 17,9 Prozent.
Der Konzern profitiert vom Ausbau der KI-Rechenzentren, die leistungsfähige Chips für die Stromversorgung benötigen. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, stockt Infineon die Investitionen für 2026 um 500 Millionen auf 2,7 Milliarden Euro auf. Für das zweite Quartal stellte das Management rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz in Aussicht.
Sensorgeschäft wird ausgebaut
Die Übernahme des Sensorportfolios von ams OSRAM für 570 Millionen Euro steht kurz bevor. Der Abschluss wird für das zweite Kalenderquartal 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen. Das erworbene Geschäft soll im laufenden Jahr rund 230 Millionen Euro Umsatz beisteuern und unmittelbar nach Vollzug den Gewinn je Aktie steigern.
Mit der Transaktion stärkt Infineon seine Position bei Sensoren für Automotive- und Industriemärkte und erschließt gleichzeitig medizinische Anwendungen. Die Yole Group schätzt den Markt für humanoide Roboter, ein künftiger Abnehmer solcher Sensoren, bis 2030 auf 6 Milliarden US-Dollar.
Die Smart Power Fab in Dresden soll bereits im Sommer ihren Betrieb aufnehmen. Die Halbleiterfabrik zählt zu den modernsten in Europa und ist auf die Fertigung von KI-Chips ausgelegt.
Ausblick auf den Integrationsfahrplan
Infineon bündelt mehrere Wachstumstreiber: den KI-Rechenzentren-Boom, die Elektrifizierung in der Automobilbranche, den strategischen Ausbau des Sensorgeschäfts und den Produktionsstart in Dresden. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 6. Mai 2026 – dann dürften auch erste Details zur Integration der ams-OSRAM-Übernahme auf dem Tisch liegen.
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