Broadcom bewegt sich derzeit in einem komplexen Marktumfeld. Während Star-Investorin Cathie Wood und Hedgefonds-Legende Ray Dalio die jüngste Kursschwäche für massive Zukäufe nutzen, wachsen die Sorgen um das operative Geschäft. Insbesondere die Integration der Software-Sparte VMware sorgt für Unruhe bei Bestandskunden, und Analysten zeigen sich vor den anstehenden Quartalszahlen gespalten.

Institutionelle Anleger greifen zu

Trotz des jüngsten Kursrückgangs – die Aktie notiert aktuell bei 331,00 US-Dollar und damit rund 19 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch – sehen einige Großinvestoren offenbar eine günstige Einstiegsgelegenheit. ARK Invest erwarb am Dienstag rund 24.200 Aktien im Wert von gut 8 Millionen US-Dollar.

Dieser Schritt folgt auf Berichte, wonach auch Ray Dalios Bridgewater Associates die Position nach dem jüngsten Abverkauf deutlich ausgebaut hat. Diese institutionellen Käufe werden am Markt als Vertrauensbeweis in die langfristige Strategie des Chipherstellers gewertet, insbesondere im Hinblick auf spezialisierte KI-Hardware.

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Warnsignale bei VMware

Fundamental gibt es jedoch Herausforderungen, die nicht ignoriert werden können. Ein aktueller Bericht von CloudBolt Software zeichnet ein kritisches Bild der Situation bei der Tochtergesellschaft VMware. Zwei Jahre nach der Übernahme geben 86 Prozent der befragten IT-Entscheider an, ihre Abhängigkeit von der Virtualisierungssoftware aktiv zu reduzieren.

Haupttreiber für diese Entwicklung sind Sorgen vor steigenden Kosten: 88 Prozent der Kunden befürchten Preiserhöhungen. Zwar kündigen die wenigsten Unternehmen sofort ihre Verträge, doch der Trend geht zur Diversifizierung. Rund 72 Prozent der verlagerten Workloads wandern mittlerweile in die Public Cloud ab, was den Druck auf Broadcom erhöht, die Kundenbindung zu stärken.

Analysten bleiben vorsichtig

Diese Unsicherheit spiegelt sich in den aktuellen Expertenmeinungen wider. Das Analysehaus DA Davidson nahm die Bewertung kürzlich erst mit einem "Neutral"-Rating und einem Kursziel von 335 US-Dollar auf. Die Analysten äußerten Bedenken bezüglich der langfristigen Marktposition von Broadcom bei anwendungsspezifischen integrierten Schaltungen (ASICs) für den KI-Sektor.

Auch die Citi senkte ihr Kursziel von 480 auf 458 US-Dollar, hält aber an ihrer Kaufempfehlung fest. Der Fokus liegt nun auf dem 4. März 2026. An diesem Tag wird Broadcom seine Quartalszahlen vorlegen. Das Management muss dann beweisen, ob der massive Auftragsbestand im KI-Bereich von zuletzt 73 Milliarden US-Dollar schnell genug in umsatzwirksame Erlöse umgewandelt werden kann, um die Schwäche im Software-Segment auszugleichen.

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