RBI im Duell um ATX-5-Platz: Vier Tage in Führung, aber reicht es?
In der aktuellen Folge der Wiener Börse Party mit Christian Drastil steht die Raiffeisen Bank International im Fokus einer spannenden Index-Entscheidung. Der Podcast analysiert das direkte Kräftemessen zwischen RBI und Andritz um einen begehrten Platz im ATX-5.
Das Duell um den fünften Platz
Die Raiffeisen Bank International hat in der entscheidenden Bewertungswoche eine bemerkenswerte Serie hingelegt. Mit einem Stand von 4:0 führt die RBI im direkten Vergleich mit der Andritz AG, wenn es um die Position als fünftgrößter Titel im ATX geht. An vier aufeinanderfolgenden Handelstagen konnte sich die Bank damit als stabiler Kandidat für den ATX-5 positionieren.
Die Bewertungswoche läuft auf den Februar-Ultimo zu, wobei die heutigen Schlusskurse maßgeblich für die Indexentscheidungen sein werden. Für Anleger bedeutet dies erhöhte Aufmerksamkeit auf die Kursentwicklung zum Monatsende.
Warum der Vorsprung möglicherweise nicht ausreicht
Trotz der klaren Führung in der Bewertungswoche dämpft die Simulation im Podcast die Erwartungen. Um ein bestehendes Mitglied aus einem Index zu verdrängen, reicht ein knapper Vorsprung nicht aus. Die Regeln sehen vor, dass der Herausforderer einen deutlichen Abstand zum aktuellen Indexmitglied aufweisen muss.
Der aktuelle Vorsprung der RBI auf die Andritz wird als nicht ausreichend eingeschätzt, um eine Änderung in der Indexzusammensetzung zu erzwingen. Die endgültige Entscheidung wird für die kommende Woche erwartet, wenn die Wiener Börse die offiziellen Ergebnisse der Indexüberprüfung bekanntgibt.
Andere Indexveränderungen stehen fest
Während das RBI-Andritz-Duell noch offen ist, zeichnen sich andere Veränderungen im österreichischen Leitindex bereits deutlicher ab. Als fix gilt der Aufstieg der Voestalpine in den ATX Five. Auf der anderen Seite wird der Verbund den Index voraussichtlich verlassen müssen.
Diese Bewegungen verdeutlichen die Dynamik am österreichischen Aktienmarkt. Der Monatsultimo bringt traditionell erhöhte Handelsaktivität mit sich, da institutionelle Anleger ihre Portfolios an die neuen Indexgewichtungen anpassen müssen.
Marktumfeld am Februar-Ultimo
Der ATX notierte zur Halbzeit des letzten Handelstags im Februar mit einem minimalen Minus von rund 0,3 Prozent bei 5.746 Punkten. Die Umsätze bleiben dabei auf einem beachtlichen Niveau. Am Vortag wurden 323 Millionen Euro umgesetzt – deutlich über dem Jahresdurchschnitt von 300 Millionen Euro pro Tag.
Dieser Durchschnittswert liegt etwa 22 Prozent über dem Vorjahresniveau, was auf ein gesteigertes Interesse am österreichischen Aktienmarkt hindeutet. Für den heutigen Handelstag wird aufgrund der Indexentscheidungen ebenfalls mit soliden Umsätzen gerechnet.
Ausblick auf die kommende Woche
Die endgültige Klärung der Indexfragen steht unmittelbar bevor. Während die Voestalpine-Aufnahme und der Verbund-Abgang als gesetzt gelten, bleibt die Frage nach dem ATX-5-Platz der RBI offen. Die Simulation deutet darauf hin, dass trotz des 4:0-Vorsprungs in der Bewertungswoche keine Änderung zu erwarten ist.
Für Anleger der Raiffeisen Bank International bedeutet dies: Die Aktie hat in der Bewertungswoche relative Stärke gezeigt, doch die formalen Hürden für eine Indexaufnahme in den ATX-5 sind hoch. Die offizielle Bekanntgabe in der kommenden Woche wird Klarheit bringen.








