Advanced Micro Devices hat im Februar 2026 zwei strategische Partnerschaften verkündet, die das Potenzial haben, die Position des Chipherstellers im KI-Markt nachhaltig zu stärken. Kernstück ist ein Mega-Vertrag mit Meta Platforms über bis zu sechs Gigawatt AMD-GPUs. Parallel dazu investiert AMD 250 Millionen Dollar in eine Kooperation mit Nutanix. Die Frage: Kann AMD damit endlich Nvidia ernsthaft Marktanteile abnehmen?

Meta verpflichtet sich zu sechs Gigawatt

Am 24. Februar 2026 gaben AMD und Meta eine mehrjährige Partnerschaft bekannt. Meta wird ab der zweiten Jahreshälfte 2026 AMD Instinct MI450 Datencenter-Beschleuniger einsetzen – zunächst im Umfang von einem Gigawatt, später bis zu insgesamt sechs Gigawatt. Zusätzlich wird Meta Lead-Kunde für AMDs sechste Generation der EPYC-Prozessoren.

Bemerkenswert ist die Vertragsstruktur: AMD gewährt Meta Optionsscheine auf bis zu 160 Millionen AMD-Aktien. Diese werden gestaffelt aktiviert – abhängig von erreichten Liefermengen und Aktienkursen. Für die letzte Tranche muss der AMD-Kurs 600 Dollar erreichen.

CFO Jean Hu bezifferte das Umsatzpotenzial auf "bedeutende zweistellige Milliarden-Dollar-Beträge pro Gigawatt". Der Umsatz soll ab der zweiten Jahreshälfte 2026 anlaufen.

Nutanix-Allianz für Unternehmens-KI

Nur einen Tag später folgte die zweite Ankündigung. AMD investiert 150 Millionen Dollar in Nutanix-Aktien zum Preis von 36,26 Dollar je Aktie und stellt weitere 100 Millionen Dollar für gemeinsame Entwicklungsprojekte bereit. Ziel ist eine offene KI-Infrastruktur-Plattform für Unternehmensanwendungen, die AMD Instinct GPUs und EPYC CPUs nutzt.

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Die erste gemeinsame Lösung soll Ende 2026 auf den Markt kommen. Damit adressiert AMD gezielt den Enterprise-Sektor – ein Segment, in dem der Konzern bislang wenig präsent ist.

Zwölf Gigawatt in der Pipeline

Mit den Verträgen für Meta und OpenAI – letzterer ebenfalls über sechs Gigawatt, verkündet im Oktober 2025 – summieren sich AMDs GPU-Zusagen auf insgesamt zwölf Gigawatt. Zum Vergleich: Basierend auf Nvidia-Preisen entspricht jedes Gigawatt einem Volumen von rund 35 Milliarden Dollar. Selbst bei niedrigeren AMD-Preisen handelt es sich um ein substanzielles Auftragsbuch.

CEO Lisa Su deutete bereits Nachfolgeprodukte an und sprach von Entwicklungen "über MI450 hinaus, MI500 und darüber hinaus."

Schwache Kursentwicklung trotz starker Zahlen

Die Aktie reagierte verhalten. Nach den Q4-Zahlen vom 3. Februar sackte der Kurs ab. Über die vergangenen 30 Tage verlor das Papier knapp 20 Prozent. Im Jahresverlauf 2026 steht AMD nahezu unverändert, während die Zwölf-Monats-Performance mit einem Plus von 77 Prozent beeindruckt.

Dabei lagen die Q4-Ergebnisse über den Erwartungen: Der Gewinn je Aktie betrug 1,53 Dollar (erwartet: 1,32 Dollar), der Umsatz 10,27 Milliarden Dollar (erwartet: 9,65 Milliarden Dollar). Das Umsatzwachstum belief sich auf 34,1 Prozent im Jahresvergleich.

Doppelstrategie mit Risiko

AMD verfolgt eine klare Doppelstrategie: Großaufträge von Hyperscalern wie Meta und OpenAI sichern langfristige Umsätze im Cloud-Bereich, während die Nutanix-Partnerschaft den Zugang zu Unternehmenskunden ebnen soll. Beide Deals laufen über mehrere Jahre und binden Ressourcen – technisch wie finanziell.

Die ersten MI450-Auslieferungen an Meta starten in der zweiten Jahreshälfte 2026. Ob AMD die ambitionierten Zeitpläne einhalten und gleichzeitig die Produktentwicklung vorantreiben kann, wird sich zeigen müssen. Die Optionsschein-Struktur im Meta-Vertrag setzt AMD zusätzlich unter Druck: Nur bei Erreichen der Lieferziele und steigenden Aktienkursen profitiert Meta voll – andernfalls droht Verwässerung ohne entsprechende Umsätze.

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