SAP Aktie: Bedrückende Aussichten!
SAP liefert operativ ab: Ein massiver Gewinnsprung, eine angehobene Dividende und ein Milliarden-Rückkaufprogramm prägen den Jahresbericht 2025. Doch die Börse straft den DAX-Schwergewichtler weiter ab und schickt den Kurs in Richtung Jahrestief. Warum ignorieren Investoren die starken Fundamentaldaten und starren gebannt auf eine einzige, schwächelnde Kennzahl?
Glänzende Fassade, Risse im Fundament?
Der am Donnerstag veröffentlichte Geschäftsbericht und die SEC-Einreichung bestätigen Schwarz auf Weiß, was die Bullen eigentlich hören wollen: Die Cloud-Erlöse kletterten 2025 um 23 Prozent, das operative Ergebnis sprang sogar um 31 Prozent nach oben. Besonders beeindruckend entwickelte sich der Free Cashflow, der sich auf 8,24 Milliarden Euro fast verdoppelte.
Auch die Aktionäre werden direkt beteiligt. Die Dividende steigt auf 2,50 Euro je Aktie, und das Management startet ein Rückkaufprogramm über bis zu 10 Milliarden Euro, das bis Ende 2027 laufen soll. Rein fundamental steht der Softwarekonzern so profitabel da wie selten zuvor.
Das Backlog-Problem
Doch der Markt spielt nicht mit. Stein des Anstoßes bleibt der „Current Cloud Backlog“. Dieser Auftragsbestand gilt als wichtigster Frühindikator für künftige Einnahmen – und genau hier hakt es. Das Wachstum von 16 Prozent (währungsbereinigt 25 Prozent) verfehlte die Erwartungen der Analysten.
Erschwerend kommt hinzu, dass SAP selbst für 2026 eine leichte Abschwächung dieser Dynamik signalisiert. Marktbeobachter führen dies unter anderem auf den höheren Anteil von Regierungsaufträgen zurück, die oft flexiblere Kündigungsklauseln enthalten. Die Sorge an der Wall Street ist konkret: Neigt sich die explosive Wachstumsphase dem Ende zu?
Anleger ziehen die Reißleine
Diese Skepsis schlägt sich deutlich im Aktienkurs nieder. Während die operativen Margen klettern, fiel das Papier am Freitag auf 170,32 Euro zurück. Damit notiert die Aktie fast 40 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Juni letzten Jahres.
Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 15 Prozent. Weder die starken vorläufigen Zahlen im Januar noch die jetzige Bestätigung konnten den Abwärtstrend brechen. Der Markt preist derzeit das Risiko einer Wachstumsverlangsamung stärker ein als die aktuelle Ertragskraft.
Der Beweis steht aus
Um das Ruder herumzureißen, setzt das Management voll auf die Karte „Unternehmens-KI“. Der Copilot „Joule“ und die Business Data Cloud sollen die Umsätze im laufenden Jahr auf bis zu 26,2 Milliarden Euro treiben. Doch Ankündigungen reichen den Investoren nicht mehr – sie fordern Belege, dass die KI-Strategie tatsächlich monetarisiert wird.
Die Diskrepanz zwischen operativer Gewinnmaschine und fallendem Aktienkurs spitzt sich zu. Eine nachhaltige Bodenbildung dürfte erst erfolgen, wenn SAP die Zweifel am Auftragswachstum ausräumen kann. Der entscheidende Termin ist der 23. April 2026: Die Q1-Zahlen müssen beweisen, dass die Nachfrage stabil bleibt und die Pipeline-Sorgen unbegründet sind.
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