Weniger Umsatz, aber deutlich mehr Gewinn: Voestalpine beweist in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2025/26 überraschende Ertragskraft. Während die Erlöse durch Verkäufe von Unternehmensteilen sanken, kletterte das Ergebnis vor Steuern um fast 50 Prozent. Greifen die harten Restrukturierungsmaßnahmen früher als erwartet?

Effizienz schlägt Umsatzrückgang

Der Stahlkonzern meldete für den Zeitraum von April bis Dezember 2025 einen Umsatzrückgang von 5,1 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Dieser Schwund ist primär auf die strategische Bereinigung des Portfolios zurückzuführen. Doch unter dem Strich zeigt sich ein anderes Bild: Die Profitabilität legte massiv zu.

Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um gut 20 Prozent auf 473 Millionen Euro. Noch deutlicher fiel das Plus beim Gewinn vor Steuern aus, der um 46,5 Prozent auf 372 Millionen Euro nach oben schoss. Diese Diskrepanz zwischen Umsatz und Ertrag verdeutlicht, dass die eingeleiteten Sparmaßnahmen und Effizienzprogramme Wirkung zeigen.

Cashflow dreht ins Plus

Besonders positiv für die Bilanzstruktur ist die Entwicklung der Geldflüsse. Der operative Cashflow sprang um über 50 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro an. Wichtiger noch: Der Free Cashflow drehte mit 345 Millionen Euro klar in den positiven Bereich.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Voestalpine?

Gleichzeitig gelang es dem Konzern, die Nettofinanzverschuldung um mehr als ein Viertel auf 1,4 Milliarden Euro zu drücken. Dies schafft finanziellen Spielraum, obwohl Voestalpine parallel hohe Summen in das Transformationsprojekt "greentec steel" investiert. Das 1,5 Milliarden Euro schwere Investitionsprogramm für die grüne Stahlproduktion liegt laut Management voll im Zeitplan.

Licht und Schatten in den Segmenten

Die operative Entwicklung offenbart jedoch weiterhin branchenspezifische Herausforderungen:
* Gewinner: Starke Impulse kamen aus den Bereichen Bahnsysteme (Railway Systems), Luftfahrt und Lagertechnik.
* Verlierer: Das Segment Automotive Components leidet unverändert unter der Schwäche der europäischen Autoindustrie. Auch Bau und Maschinenbau verharren auf niedrigem Niveau.

Die High Performance Metals Division hat ihre Portfoliobereinigung, inklusive des Verkaufs von Buderus Edelstahl, weitgehend abgeschlossen. In Deutschland laufen hingegen noch Reorganisationsmaßnahmen im Automobilzulieferbereich, um die Sparte wetterfest zu machen.

Der Vorstand bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr und erwartet ein EBITDA zwischen 1,4 und 1,55 Milliarden Euro. Mit der reduzierten Verschuldung und der abgeschlossenen Portfoliobereinigung hat sich der Konzern eine solide Basis geschaffen, um die anhaltende Schwäche im Automobilsektor zu kompensieren und die Transformation zur grünen Stahlproduktion aus eigener Kraft zu stemmen.

Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...