Thyssenkrupp Aktie: Krisenmodus aktiviert?
Operationell stark, aber unter dem Strich tiefrot: Thyssenkrupp lieferte gestern Zahlen, die Anleger vor ein Rätsel stellen. Während das operative Ergebnis die Erwartungen übertraf, rissen massive Rückstellungen für die Sanierung der Stahlsparte ein Loch in die Bilanz. Der Konzern erkauft sich die Zukunft mit hohen Einmalkosten.
- Nettoergebnis: 334 Millionen Euro Verlust durch Restrukturierung.
- Lichtblick: Bereinigtes EBIT steigt überraschend um 10 Prozent.
- Ausblick: Jahresprognose bestätigt, Stahl-Verhandlungen laufen.
Die Kosten der Sanierung
Der Blick auf das Nettoergebnis des ersten Quartals ernüchtert: Ein Fehlbetrag von 334 Millionen Euro steht in den Büchern. Verantwortlich hierfür ist jedoch kein Einbruch im Tagesgeschäft, sondern eine bewusste bilanzielle Bereinigung. Der Konzern verbuchte 401 Millionen Euro an Restrukturierungskosten für die Sparte Steel Europe. Dieses Geld ist fest eingeplant, um den notwendigen Personalabbau und die strukturelle Neuordnung des Stahlgeschäfts zu finanzieren.
Im Gegensatz dazu zeigte sich die operative Ertragskraft überraschend widerstandsfähig. Das bereinigte EBIT kletterte um 10 Prozent auf 211 Millionen Euro und übertraf damit die Prognosen der Experten. CEO Miguel López hob hervor, dass diese Steigerung trotz eines Umsatzrückgangs von acht Prozent auf 7,2 Milliarden Euro gelang – ein Zeichen für verbesserte Effizienz in einem schwierigen Marktumfeld.
Stahl-Poker und Prognose
Trotz des Quartalsverlusts hält das Management an der Jahresprognose für 2025/26 fest und erwartet weiterhin einen Fehlbetrag zwischen 400 und 800 Millionen Euro. Auch der Free Cashflow vor M&A soll im negativen dreistelligen Millionenbereich bleiben.
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung bleibt die Zukunft der Stahlsparte. Finanzchef Axel Hamann bezeichnete die laufenden Gespräche mit dem indischen Konzern Jindal Steel über einen Einstieg als konstruktiv. Ein Abschluss ist in den aktuellen Zahlen jedoch noch nicht eingepreist. Unsicherheit besteht zudem weiterhin bezüglich der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM), wo ein geplanter Ausstieg weitere finanzielle Belastungen mit sich bringen könnte.
Die Börse reagierte nervös auf diesen Mix aus operativer Stärke und hohen Umbaukosten. Die Aktie geriet unter Druck und notierte zeitweise unter der Marke von 12 Euro. Mit den gebuchten Rückstellungen ist der finanzielle Rahmen für den Umbau zwar abgesteckt, doch für eine nachhaltige Erholung des Aktienkurses benötigt der Markt nun Vollzugsmeldungen bei der Stahl-Partnerschaft.
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