Der österreichische Halbleiterspezialist AMS OSRAM krempelt sich um. Nach dem Verkauf des Sensorgeschäfts an Infineon für 570 Millionen Euro folgt nun ein zweites Sparprogramm. 2.000 Stellen sollen wegfallen – die Hälfte davon in Europa. Die Aktie reagierte positiv auf die Ankündigungen.

Die wichtigsten Fakten:

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  • Q4-Umsatz von 874 Mio. Euro bei 18,4% EBITDA-Marge
  • Verkauf an Infineon für 570 Mio. Euro abgeschlossen
  • Neues Sparprogramm "Simplify": 200 Mio. Euro Einsparungen bis 2028
  • 2.000 Arbeitsplätze betroffen
  • Design-Wins erreichen Rekordniveau von über 5 Mrd. Euro

Quartalszahlen über Plan

AMS OSRAM legte im vierten Quartal 2025 Erlöse von 874 Millionen Euro vor. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte 18,4 Prozent und lag damit über der eigenen Prognose. Das Halbleiter-Kerngeschäft wuchs währungsbereinigt um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Für das Gesamtjahr 2025 verbuchte der Konzern Umsätze von 3,32 Milliarden Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge verbesserte sich um 150 Basispunkte auf 18,3 Prozent. Der Free Cashflow belief sich auf 144 Millionen Euro.

Doppelschlag: Verkauf und Sparpaket

Anfang Februar finalisierte AMS OSRAM den Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon. Zusammen mit weiteren Desinvestitionen fließen dem Unternehmen 670 Millionen Euro zu. Das Management nutzt die Mittel zum Schuldenabbau – im Januar kaufte der Konzern bereits Wandelanleihen im Wert von 200 Millionen Euro zurück.

Parallel startet das neue Transformationsprogramm "Simplify". Bis 2028 sollen weitere 200 Millionen Euro eingespart werden. Rund 2.000 Arbeitsplätze fallen weg, etwa die Hälfte in Europa. Das vorangegangene Programm "Re-establish the Base" wurde ein Jahr früher als geplant abgeschlossen und brachte Einsparungen von rund 220 Millionen Euro.

Ambitionierte Langfristziele

Für das Halbleitergeschäft peilt das Management bis 2030 ein mittleres bis hohes einstelliges Umsatzwachstum pro Jahr an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll mindestens 25 Prozent erreichen. Auf Konzernebene strebt AMS OSRAM einen dauerhaften Free Cashflow von über 200 Millionen Euro bei einer Verschuldungsquote unter 2 an.

Unterstützung kommt vom operativen Geschäft: Die Design-Wins im Halbleiterbereich erreichten 2025 mit über 5 Milliarden Euro einen neuen Höchststand.

Gedämpfter Ausblick für 2026

Für das erste Quartal 2026 rechnet AMS OSRAM mit Erlösen von 760 Millionen Euro und einer bereinigten EBITDA-Marge von 15 Prozent. Das Gesamtjahr dürfte durch die Desinvestitionen und den schwächeren US-Dollar belastet werden. Analysten erwarten laut Simply Wall St einen Umsatzrückgang auf 3,16 Milliarden Euro – ein Minus von 5 Prozent.

Einmaleffekte aus den Verkäufen, Übergangskosten und höhere Edelmetallpreise dürften das bereinigte EBITDA belasten. Der Umbau zum fokussierten Digital-Photonics-Anbieter kostet zunächst Ertragskraft, bevor die angepeilten Margen ab 2028 greifen sollen.

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