Voestalpine zeigt in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 ein klares Muster: weniger Umsatz, aber deutlich mehr Ergebnis. Das Unternehmen verweist dabei auf Restrukturierungen – und bestätigt trotz schwierigem Umfeld den Jahresausblick. Wie belastbar ist diese Ergebnisverbesserung, wenn die Industrieflaute in Europa und der schwache Automarkt weiter drücken?

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick:
- Umsatz: 11,1 Mrd. Euro (-5,1%)
- EBITDA: 1,0 Mrd. Euro (+7,2%) – laut Reuters rund 50 Mio. Euro unter Konsens
- Free Cash Flow: +345 Mio. Euro (deutlich positiv)
- Nettoverschuldung: 1,4 Mrd. Euro (-27,4%)
- Ausblick 2025/26: EBITDA 1,4 bis 1,55 Mrd. Euro (bestätigt)

Ergebnis legt zu – trotz weniger Erlös

Von April bis Dezember 2025 sank der Umsatz auf 11,1 Milliarden Euro (Vorjahr: 11,7 Milliarden Euro). Voestalpine führt das Minus auf umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen zurück.

Auf der Ertragsseite fällt das Bild deutlich freundlicher aus: Das EBITDA stieg auf 1,0 Milliarden Euro, das EBIT kletterte auf 473 Millionen Euro. Beim Vorsteuerergebnis meldete der Konzern 372 Millionen Euro (+46,5%), nach Steuern blieben 259 Millionen Euro (+25,1%).

Ein Wermutstropfen: Reuters berichtet, dass das EBITDA die Konsenserwartungen um rund 50 Millionen Euro verfehlte. Als Belastungsfaktoren nennt die Agentur die anhaltende Industrieflaute in Europa und die Schwäche im Automobilsektor.

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Cash Flow stark, Verschuldung sinkt

Operativ liefert der Konzern mehr Mittelzufluss: Der operative Cash Flow stieg auf 1,1 Milliarden Euro (+53,3%). Der Free Cash Flow drehte mit 345 Millionen Euro klar ins Plus.

Auffällig ist zudem die Bilanzseite: Trotz hoher Investitionen in das greentec steel-Projekt reduzierte Voestalpine die Nettoverschuldung um 27,4% auf 1,4 Milliarden Euro. Das Eigenkapital stieg auf 7,6 Milliarden Euro, die Gearing-Ratio verbesserte sich auf 18,7% (nach 26,2%).

Parallel setzte sich der Personalabbau fort: Die Mitarbeiterzahl sank um 3,8% auf 48.700 Vollzeitäquivalente.

Segmente: Bahn und Aerospace stabil, Auto bleibt zäh

In den Sparten zeigt sich ein gemischtes Bild. Railway Systems und der Luftfahrtbereich berichten von konstant positiver Nachfrage, auch die Lagertechnik entwickelte sich laut Mitteilung stark. Dagegen leidet Automotive Components unter der gedämpften Marktdynamik, besonders in Europa.

Bei der Umsetzung der internen Programme meldet das Unternehmen Fortschritte: Die Reorganisation der High Performance Metals Division sei weitgehend abgeschlossen, die Restrukturierung der deutschen Automotive-Components-Standorte laufe weiter.

Im Fokus bleibt außerdem die Transformation: Das greentec steel-Projekt (rund 1,5 Milliarden Euro Investitionsvolumen) liegt laut Voestalpine im Plan und im Budget; in Phase eins sollen kohlebasierte Hochöfen durch Elektrolichtbogenöfen in Linz und Donawitz ersetzt werden.

Zum Ausblick hält der Vorstand an der Prognose für 2025/26 fest und erwartet weiterhin ein EBITDA von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro.

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