TransDigm schaltet bei seiner Akquisitionsstrategie einen Gang höher. Nach der erfolgreichen Platzierung neuer Anleihen im Wert von zwei Milliarden US-Dollar steht nun die Integration der jüngsten Zukäufe im Fokus. Doch wie belastbar ist die Bilanz des Luftfahrtzulieferers angesichts der steigenden Verschuldung?

Das Unternehmen hat Anfang dieser Woche die Konditionen für eine neue Finanzierung festgelegt. Das Paket umfasst vorrangige nachrangige Anleihen im Volumen von 1,2 Milliarden US-Dollar mit einem Zinssatz von 6,125 Prozent und einer Laufzeit bis 2034 sowie weitere befristete Darlehen.

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  • Finanzierungsvolumen: 2 Milliarden US-Dollar Gesamtkapitalaufnahme.
  • Verwendungszweck: Übernahme von Stellant Systems sowie Jet Parts Engineering und Victor Sierra Aviation Holdings.
  • Transaktionswert: Allein der kombinierte Kauf von Jet Parts und Victor Sierra wird mit rund 2,2 Milliarden US-Dollar bewertet.

Verschuldung und operative Margen

Der Fokus der Marktbeobachter richtet sich nun auf das Verhältnis zwischen Wachstum und Bilanzdisziplin. Zwar meldete TransDigm für das erste Quartal des Geschäftsjahres starke Umsätze von 2,285 Milliarden US-Dollar, doch die neue Schuldenaufnahme erhöht den Verschuldungsgrad deutlich. Analysten gehen davon aus, dass die Nettoverschuldung nun auf über das Sechsfache des EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ansteigen wird.

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2026 wird entscheidend sein, ob der Konzern seine hohe EBITDA-Marge von zuletzt 52,4 Prozent halten kann. Die Integration der neuen Aftermarket-Geschäfte spielt dabei eine Schlüsselrolle, da diese margenstarken Einheiten die gestiegenen Zinsverpflichtungen durch zusätzliche Cashflows kompensieren sollen.

Robustes Marktumfeld im Luftfahrtsektor

Der Sektor für Wartung und Ersatzteile in der kommerziellen Luftfahrt zeigt sich weiterhin widerstandsfähig. Die Nachfrage nach Instandsetzungslösungen bleibt hoch, was ein günstiges Umfeld für die neu erworbenen Vermögenswerte bietet. Im Vergleich zu Wettbewerbern wie Howmet Aerospace konnte TransDigm bisher durch überdurchschnittliche operative Margen überzeugen.

In den kommenden Wochen wird die formale Bestätigung über den Abschluss der hängigen Akquisitionen erwartet. Zudem achten Marktteilnehmer auf mögliche Schritte zur Refinanzierung älterer Kreditfrequenzen, um die Kapitalstruktur im aktuellen Hochzinsumfeld zu optimieren. Am Markt wird nun genau verfolgt, wie schnell die Umsätze der neuen Töchter in die Konzernbilanz einfließen.

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