Viking Therapeutics profitiert diese Woche von einer Entwicklung, die gar nicht aus dem eigenen Haus kommt. Nach enttäuschenden Studiendaten eines wichtigen Wettbewerbers haben viele Anleger die Kräfteverhältnisse im Markt für GLP-1-Abnehmmedikamente neu bewertet. Doch warum hilft ausgerechnet ein Rückschlag bei Novo Nordisk dem Titel?

Novo-Daten verschieben den Wettbewerb

Auslöser war ein Update von Novo Nordisk zur Phase-3-Studie REDEFINE 4. Demnach verfehlte das injizierbare Adipositas-Medikament CagriSema das Ziel, Eli Lillys Tirzepatid in der Wirksamkeit zumindest nicht zu unterbieten. In den gemeldeten Daten lag der Gewichtsverlust nach 84 Wochen bei 20,2% (CagriSema) gegenüber 23,6% (Tirzepatid) in einer Studie mit 809 Teilnehmern.

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Die Nachricht drückte Novo Nordisk bis auf ein 52‑Wochentief und hob gleichzeitig mehrere Rivalen. Viking schloss am Montag bei 34,39 US-Dollar, rund 11% über dem vorherigen Schlusskurs von 31,03 US-Dollar. Das Handelsvolumen sprang auf etwa 4,7 Millionen Aktien und lag damit deutlich über dem üblichen Tagesdurchschnitt.

Was das für VK2735 bedeutet

Der Kursimpuls zielt vor allem auf Vikings wichtigsten Kandidaten VK2735. Das Präparat (ein dualer GLP‑1/GIP‑Rezeptoragonist) läuft in Phase 3 im VANQUISH-Programm. Die Logik der Marktreaktion: Wenn CagriSema die Messlatte von Tirzepatid nicht erreicht, fällt ein potenzieller künftiger Wettbewerber für die Klasse der stärksten Wirkstoffe zumindest vorerst zurück — vorausgesetzt, VK2735 schafft später den Sprung zur FDA-Zulassung.

Ein Analyst von William Blair verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die REDEFINE‑4-Ergebnisse die duale GLP‑1/GIP‑Klasse als führend im Adipositas-Markt untermauere. Neben Eli Lillys Zepbound werden in dieser Wirkstoffklasse unter anderem Vikings VK2735, Kaileras Riputapatid und Roches CT‑388 in Phase 3 entwickelt.

Pipeline-Meilensteine und Finanzierung

Die Bewegung baut zudem auf Nachrichten aus dem Quartals- und Gesamtjahresbericht 2025 auf, den Viking Mitte Februar veröffentlicht hatte. Dort nannte das Unternehmen mehrere operative Meilensteine: VANQUISH‑1 ist vollständig rekrutiert (mehr als 4.500 Patienten, über dem ursprünglichen Ziel und schneller als geplant). VANQUISH‑2 nähert sich der Vollrekrutierung und zielt auf rund 1.100 Patienten (Adipositas und Typ‑2‑Diabetes).

Zusätzlich soll nach Rückmeldung der FDA aus einem End‑of‑Phase‑2‑Gespräch im Dezember 2025 die orale VK2735-Formulierung im dritten Quartal 2026 in Phase 3 starten. Eine Erhaltungsdosis-Studie mit rund 180 Patienten ist vollständig rekrutiert; Ergebnisse erwartet Viking ebenfalls im dritten Quartal 2026. Außerdem plant das Unternehmen noch in diesem Quartal einen IND‑Antrag für einen neuartigen Amylin‑Agonisten.

Finanziell meldete Viking zum 31. Dezember 2025 einen Kassenbestand von 706 Mio. US‑Dollar. Gleichzeitig stiegen die F&E‑Ausgaben 2025 auf 345,0 Mio. US‑Dollar (2024: 101,6 Mio.), was den schnellen Phase‑3‑Fortschritt widerspiegelt. Unterm Strich stand 2025 ein Nettoverlust von rund 360 Mio. US‑Dollar. Umsatz erzielt das Unternehmen weiterhin nicht; das verwässerte Ergebnis je Aktie lag für die letzten zwölf Monate bei -3,19 US‑Dollar. Die Marktkapitalisierung betrug etwa 3,5 Mrd. US‑Dollar.

Für zusätzlichen Kontext verwies der Quelltext auch auf frühere Phase‑2‑Daten: Subkutan verabreichtes VK2735 zeigte dort Gewichtsreduktionen von bis zu 14,7% nach 13 Wochen.

Im Fokus stehen als nächste Termine die Daten aus der Erhaltungsdosis-Studie sowie der geplante Start des oralen Phase‑3‑Programms — beides im dritten Quartal 2026. Gleichzeitig bleibt der hohe Mittelabfluss durch die teuren Phase‑3‑Programme ein zentraler Faktor, den Viking vorerst aus dem vorhandenen Cash-Bestand stemmen muss.

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