Shell weitet seine LNG-Geschäfte in Südosteuropa aus – und kämpft gleichzeitig in Kasachstan gegen eine Milliardenstrafe. Der Energiekonzern hat gemeinsam mit weiteren Ölmultis ein Schiedsverfahren gegen die kasachische Regierung eingeleitet. Im Kern geht es um eine Umweltbuße von 4,6 Milliarden US-Dollar, die Shell und seine Partner für ungerechtfertigt halten.

Kasachstan verhängt Milliardenstrafe

Die kasachische Regierung hatte das Kashagan-Konsortium, zu dem neben Shell auch TotalEnergies, Eni und Exxon gehören, 2023 wegen angeblicher Umweltverstöße belangt. Bei einer Inspektion der Gasaufbereitungsanlagen sollen übermäßige Mengen giftigen Schwefels entdeckt worden sein. Die Strafe: umgerechnet 4,6 Milliarden Dollar.

Das Konsortium weist die Vorwürfe zurück. Man habe alle erforderlichen Genehmigungen besessen und im Einklang mit kasachischem Recht gehandelt. Nachdem Verhandlungen scheiterten, folgt nun die Eskalation vor einem Schiedsgericht. Shell-Chef Wael Sawan hatte Anfang des Monats bereits angekündigt, weitere Investitionen in Kasachstan vorerst auf Eis zu legen.

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Neuer LNG-Deal mit Griechenland

Parallel dazu baut Shell seine Präsenz im Mittelmeerraum aus. Gemeinsam mit dem griechischen Energieunternehmen Metlen Energy unterzeichnete der Konzern eine Absichtserklärung zur Lieferung und zum Handel von verflüssigtem Erdgas. Ab 2027 sollen jährlich zwischen 0,5 und 1,0 Milliarden Kubikmeter LNG über die griechischen Terminals in Revithoussa und Alexandroupolis fließen – und von dort über den sogenannten Vertical Gas Corridor nach Zentral- und Südosteuropa.

Die Vereinbarung fügt sich in Shells Strategie ein, führender integrierter Gas- und LNG-Anbieter zu bleiben. Zugleich drängen griechische Energieunternehmen darauf, europäische Märkte mit US-amerikanischem Flüssiggas zu versorgen und damit russisches Erdgas zu ersetzen.

Aktienrückkäufe laufen weiter

Unabhängig von den juristischen Auseinandersetzungen setzt Shell sein laufendes Rückkaufprogramm fort. Allein am 24. Februar erwarb der Konzern knapp 1,2 Millionen eigene Aktien zur Einziehung. Das Programm läuft noch bis Anfang Mai. Die nächste Dividendenzahlung steht für Ende März an.

Die Shell-Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und liegt seit Jahresbeginn knapp 7 Prozent im Plus. Ob der Konflikt in Kasachstan mittelfristig belastet, hängt vom Ausgang des Schiedsverfahrens ab – ein Prozess, der sich über Monate oder Jahre hinziehen kann.

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