Thyssenkrupp bekommt zum Wochenstart etwas Rückendeckung von Analystenseite. Nach den Quartalszahlen hat die DZ Bank ihren fairen Wert leicht angehoben – trotz eines deutlich negativen Nettoergebnisses. Entscheidend ist dabei weniger der Verlust an sich, sondern die Frage: Zündet das Spar- und Effizienzprogramm im operativen Geschäft spürbar?

Die wichtigsten Punkte:
- DZ Bank hebt fairen Wert von 10 auf 11 Euro an, Rating bleibt „Halten“
- Bereinigtes EBIT im Q1 2025/26 bei 211 Mio. Euro (über Erwartungen)
- Umsatz sinkt auf 7,2 Mrd. Euro
- Nettoverlust bei 334 Mio. Euro, geprägt von 401 Mio. Euro Rückstellungen für „Steel Europe“

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Operativ besser als befürchtet

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 (Oktober bis Dezember 2025) hat sich das Bild aufgehellt – zumindest auf operativer Ebene. Das bereinigte EBIT stieg um 10% auf 211 Mio. Euro und lag damit über dem, womit der Markt gerechnet hatte. Obwohl der Umsatz auf 7,2 Mrd. Euro zurückging, gelang es, die Profitabilität im Kerngeschäft zu stabilisieren.

Genau daran knüpft die DZ Bank ihre Anpassung des fairen Werts. Die Zahlen liefern aus Sicht der Analysten Hinweise, dass die laufenden Spar- und Effizienzmaßnahmen erste Wirkung zeigen.

Nettoverlust: Restrukturierung drückt

Unter dem Strich bleibt das Quartal jedoch klar rot. Thyssenkrupp meldete einen Nettoverlust von 334 Mio. Euro. Der zentrale Belastungsfaktor waren Sonderaufwendungen: Für die Restrukturierung der Stahlsparte „Steel Europe“ wurden rund 401 Mio. Euro an Rückstellungen gebildet.

Damit wird sichtbar, wie teuer der Umbau kurzfristig ist – selbst wenn das operative Ergebnis bereits etwas stabiler wirkt.

Stahl-Umbau und TKMS im Blick

Für Investoren bleibt die Stahlsparte das dominierende Thema. Thyssenkrupp treibt die Verselbstständigung voran und befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit Jindal Steel über eine mögliche Beteiligung. Zusätzlich wurde der Verkauf der HKM-Beteiligung an Salzgitter vereinbart. Beides passt zur Strategie, den Konzern in Richtung einer schlankeren „Group of Companies“ umzubauen.

Positiv fällt in der DZ-Bank-Einordnung weiterhin Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) auf: Die Marinesparte gilt mit gut gefüllten Auftragsbüchern als wertvoller Konzernbaustein. Eine geplante Eigenständigkeit könnte mittelfristig zusätzliche Werte freisetzen und die Bilanz entlasten.

Zum Wochenstart ist damit klar umrissen, worauf sich die Bewertung stützt: operativ leichte Stabilisierung, aber hohe Umbaukosten im Stahlgeschäft – und als Hoffnungsträger bleibt TKMS ein zentraler Faktor im Konzernumbau.

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