Tiefrote Zahlen überschatten operative Fortschritte: Thyssenkrupp startet mit einem massiven Fehlbetrag in das neue Geschäftsjahr 2025/26. Während das Sparprogramm APEX erste Früchte trägt, reißt die Sanierung der Stahlsparte ein tiefes Loch in die Bilanz. Der gestrige Kursrutsch unter die Marke von 11 Euro verdeutlicht, dass die Geduld der Anleger auf eine harte Probe gestellt wird.

Spagat zwischen Verlust und Effizienz

Der Blick in die Bücher offenbart ein zweigeteiltes Bild. Unter dem Strich steht ein Fehlbetrag von 334 Millionen Euro. Verantwortlich für dieses Minus sind primär die hohen Aufwendungen für den Umbau bei Thyssenkrupp Steel Europe. Der Konzernumsatz gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro nach, auch der Auftragseingang war rückläufig.

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Doch es gibt einen Lichtblick im operativen Geschäft. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte gegen den Trend um 10 Prozent auf 211 Millionen Euro. Diese Verbesserung ist ein direkter Erfolg des Effizienzprogramms APEX, das die Kostenstruktur im Konzern sichtbar strafft. Dennoch bewertete der Markt gestern die hohen Nettoverluste stärker als die operative Widerstandskraft.

Die Fakten zum 1. Quartal

  • Ergebnis nach Steuern: -334 Millionen Euro (Verlust)
  • Bereinigtes EBIT: 211 Millionen Euro (+10 % zum Vorjahr)
  • Umsatzentwicklung: Rückgang auf 7,2 Milliarden Euro (-8 %)
  • Kursreaktion: Aktie fällt zeitweise unter 11 Euro
  • Lichtblick: Effizienzprogramm APEX greift

Verkaufsgespräche entscheidend

Das Sorgenkind bleibt der Stahlbereich. Neben den internen Restrukturierungskosten machen dem Segment eine schwache Nachfrage und ein schwieriges Marktumfeld zu schaffen. In diesem angespannten Umfeld bestätigte das Management, dass die Verhandlungen über einen Teilverkauf der Stahlsparte an Jindal Steel International weit fortgeschritten sind.

Vorstandschef Miguel López hält trotz der widrigen Umstände an der Strategie "ACES 2030" fest. Ziel bleibt die Transformation hin zur Klimaneutralität bei gleichzeitiger Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Marktreaktion zeigt jedoch, dass Investoren derzeit Fakten bei der Entkonsolidierung des Stahlgeschäfts sehen wollen, bevor sie Vorschusslorbeeren verteilen.

Für die weitere Kursentwicklung ist der erfolgreiche Abschluss der Partnerschaft mit Jindal Steel International nun die zentrale Variable. Solange die hohen Verluste der Stahlsparte die operativen Gewinne der anderen Bereiche aufzehren, dürfte eine nachhaltige Erholung der Aktie ausbleiben.

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