Volkswagen plant drastische Einschnitte: 20 Prozent Kostensenkung über alle Marken bis Ende 2028, insgesamt rund 60 Milliarden Euro weniger Ausgaben. CEO Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz stellten den Sparplan Mitte Januar bei einem Treffen mit Top-Führungskräften in Berlin vor. Weitere Werksschließungen sind nicht ausgeschlossen – nachdem bereits die Dresdner "Gläserne Manufaktur" nach 88 Jahren geschlossen wurde.

Die Eckdaten des Sparplans:

  • 20 Prozent Kostensenkung bis Ende 2028
  • Rund 60 Milliarden Euro Gesamteinsparungen angestrebt
  • 35.000 Arbeitsplätze fallen in Deutschland weg
  • 15 Milliarden Euro jährliche Einsparungen durch Personalabbau und Schichtreduzierung

China-Geschäft bricht massiv ein

Der Absatzrückgang in China trifft den Konzern hart. 2025 verkaufte VW dort nur noch 2,69 Millionen Fahrzeuge – ein Minus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verglichen mit 2019 bedeutet das einen Einbruch um 1,5 Millionen Einheiten oder 36 Prozent. Von einst 4,23 Millionen Fahrzeugen auf unter drei Millionen in sechs Jahren.

Gleichzeitig belasten US-Zölle die Profitabilität, während chinesische Hersteller global aggressiv expandieren. Der Druck kommt aus allen Richtungen.

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Wo genau gespart wird, bleibt offen

Laut Manager Magazin blieb beim Berliner Treffen unklar, an welchen Stellen konkret der Rotstift angesetzt wird und wie die Zusammenarbeit zwischen den Marken effizienter gestalten werden soll. Ein VW-Sprecher bestätigte lediglich, dass bereits seit drei Jahren ein operatives Programm läuft, durch das Einsparungen im zweistelligen Milliarden-Euro-Bereich erzielt wurden.

Diese Maßnahmen hätten es dem Konzern ermöglicht, geopolitische Gegenwinde wie US-Zölle auszugleichen. Die neuen Kostensenkungen kämen zusätzlich zu den bereits beschlossenen 35.000 Stellenstreichungen.

Toyota bleibt vorne

Global lieferte Volkswagen 2025 insgesamt 8.983.900 Fahrzeuge aus – 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum sechsten Mal in Folge führt Toyota die weltweite Rangliste mit 11.322.575 ausgelieferten Fahrzeugen an (inklusive Lexus, Daihatsu und Hino).

Am 10. März folgt die Jahrespressekonferenz. CEO Oliver Blume wird dann ein Zwischenupdate zur Kostensituation geben – und möglicherweise konkretisieren, wo genau die Milliarden eingespart werden sollen.

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