Thyssenkrupp steckt tief in der Krise. Im ersten Geschäftsquartal weitete sich der Verlust auf 353 Millionen Euro aus – fast sieben Mal so hoch wie im Vorjahr. Haupttreiber sind die massiven Kosten für die Sanierung des Stahlgeschäfts und Abschreibungen auf das Verkaufskandidaten-Geschäft Automation Engineering. Gleichzeitig brechen Umsatz und Auftragseingang deutlich ein.

Die Zahlen im Detail

Der Konzern meldete für die drei Monate bis Ende Dezember einen Nettoverlust von 353 Millionen Euro, nach 51 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie rutschte auf minus 0,57 Euro ab.

Der Umsatz sank um acht Prozent auf 7,2 Milliarden Euro – Folge schwächerer Nachfrage und niedrigerer Preise. Besonders drastisch fiel der Auftragseingang aus: Minus 38 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Allerdings verzerrt dieser Wert, da im Vorjahresquartal Großaufträge des Marineschiffbauers TKMS enthalten waren.

Die Fakten:

  • Nettoverlust: 353 Mio. Euro (Vorjahr: 51 Mio. Euro)
  • Umsatz: 7,2 Mrd. Euro (-8%)
  • Auftragseingang: 7,7 Mrd. Euro (-38%)
  • Bereinigtes EBIT: 211 Mio. Euro (+10%)

Lichtblick im operativen Geschäft

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Trotz der roten Zahlen zeigt das operative Geschäft Verbesserungen. Das um Sondereffekte bereinigte Ebit stieg um zehn Prozent auf 211 Millionen Euro und übertraf damit die Analystenschätzungen leicht. Das laufende Transformationsprogramm wirkt bereits.

Prognose bestätigt, Jindal im Gespräch

Der Vorstand hält an seiner Jahresprognose fest: Für das Gesamtjahr erwartet Thyssenkrupp einen Konzernverlust zwischen 400 und 800 Millionen Euro – die Stahlsanierung wird weiter belasten.

Zu den Übernahmegesprächen mit dem indischen Stahlkonzern Jindal hält sich das Management bedeckt. Man führe "konstruktive Gespräche", mehr gab es nicht zu hören. Die Entscheidung über die Zukunft des Stahlgeschäfts dürfte richtungsweisend für den gesamten Konzern werden.

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