Thyssenkrupp ist mit einem deutlichen Verlust ins neue Geschäftsjahr gestartet. Der Nettoverlust weitete sich im ersten Quartal auf 353 Millionen Euro aus – deutlich mehr als vom Markt erwartet. Verantwortlich dafür sind vor allem massive Restrukturierungskosten in der kriselnden Stahlsparte. Die Aktie reagierte am Donnerstagmorgen mit einem Minus von über 3 Prozent und notierte bei 11,89 Euro.

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Der Industriekonzern verbuchte allein 400 Millionen Euro als Rückstellung für den Umbau des Stahlgeschäfts. Hinzu kamen Abschreibungen im Zuge geplanter Verkäufe. Finanzvorstand Axel Hamann bekräftigte in der virtuellen Pressekonferenz die Kostenprognose für die Stahlrestrukturierung: Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem mittel bis hoch dreistelligen Millionenbetrag.

Einigung bei HKM ohne Auswirkung auf Kostenplanung

Die in der vergangenen Woche vereinbarte Einigung mit Salzgitter über den Ausstieg bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) ändert an dieser Rechnung nichts. Hamann erklärte, man habe zwar das konkrete Eckpunkte-Papier nicht vorhergesehen, aber ein vergleichbares Szenario bereits in die Planungen einbezogen. Für den HKM-Ausstieg erwartet Thyssenkrupp nun Kosten im niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbereich – die finanziellen Auswirkungen weichen nicht stark von den ursprünglichen Annahmen ab.

Operativ überraschend stark

Trotz des tiefroten Ergebnisses gibt es auch positive Signale: Operativ konnte der Konzern zulegen und übertraf damit die Markterwartungen. Das gelang, obwohl die Umsätze rückläufig waren. Analysten zeigen sich allerdings zurückhaltend. Jefferies sieht für die Aktie trotz der operativen Überraschung kaum Spielraum nach oben. Die hohen Belastungen durch die Stahlsanierung dürften das Ergebnis noch länger belasten und die Bewertungsfantasie begrenzen.

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