Nach einem desaströsen Start ins Jahr 2026 sendet UnitedHealth endlich ein Lebenszeichen. Der Gesundheitsriese konnte am vergangenen Freitag deutlich zulegen, doch die Jahresbilanz bleibt mit einem Minus von rund 16 Prozent tiefrot. Angesichts massiver politischer Gegenwinde fragen sich Marktteilnehmer: Ist das die Wende oder nur ein kurzes Aufbäumen?

Die Aktie kletterte am Freitag um 3,2 Prozent und schloss bei 293,19 US-Dollar. Diese Erholung folgt auf einen massiven Ausverkauf Ende Januar, als das Papier an nur einem Tag von über 350 auf rund 282 US-Dollar einbrach. Trotz der jüngsten Gewinne notiert der Kurs weit unter den Höchstständen und kämpft technisch weiterhin mit den Folgen des abrupten Absturzes.

Gegenwind durch Politik und Behörden

Verantwortlich für die anhaltende Skepsis sind vor allem politische Unsicherheiten, die das Geschäftsmodell belasten. Ein zentrales Problem sind die Tarife für "Medicare Advantage". Die Trump-Administration plant, diese Sätze für 2027 stabil zu halten, was faktisch einer Kürzung gleichkommt, da die Kosten im Gesundheitswesen steigen.

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Dieses Segment war bislang ein verlässlicher Wachstumstreiber. Die Auswirkungen zeigen sich bereits in der Prognose: UnitedHealth rechnet für 2026 mit einem Umsatz von etwa 439 Milliarden US-Dollar, was einem seltenen Rückgang von rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Zusätzlich sorgen Untersuchungen des Justizministeriums zu Abrechnungspraktiken sowie mögliche neue Transparenzregeln für die Sparte Optum Rx für Nervosität bei Investoren.

Analysten senken Erwartungen

Die Kombination aus schwächerem Ausblick und regulatorischem Druck hat auch die Wall Street zum Handeln gezwungen. In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Analysehäuser ihre Bewertungen angepasst:

  • Deutsche Bank: Herabstufung auf "Hold" mit Kursziel 333 Dollar.
  • Truist Financial & Morgan Stanley: Senkung der Kursziele auf 370 beziehungsweise 409 Dollar.
  • Mizuho: Deutliche Reduzierung des Ziels von 430 auf 350 Dollar.

Zwar übertraf der Gewinn je Aktie im vierten Quartal mit 2,11 US-Dollar knapp die Erwartungen, doch der Umsatz verfehlte die Prognosen leicht.

Trotz der Erholung am Freitag notiert die Aktie weiterhin unter den wichtigen 50- und 200-Tage-Linien, was auf einen technisch angeschlagenen Zustand hindeutet. Für eine nachhaltige Trendwende benötigt das Unternehmen voraussichtlich mehr Klarheit an der regulatorischen Front, um das Vertrauen der institutionellen Anleger zurückzugewinnen.

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