Das Versteckspiel hat ein Ende: Nach monatelangen Spekulationen bestätigte das Management von Thyssenkrupp auf der jüngsten Hauptversammlung offiziell Gespräche mit dem indischen Stahlkonzern Jindal Steel. Während die strategische Neuausrichtung damit konkrete Formen annimmt, reagiert der Aktienkurs kurz vor den Quartalszahlen mit einem deutlichen Rücksetzer.

Die wichtigsten Fakten:
* Bestätigung: Gespräche mit Jindal Steel über die Stahlsparte laufen offiziell.
* Kursreaktion: Aktie fällt im heutigen Handel auf 10,89 Euro.
* Termin: Quartalszahlen folgen am 12. Februar 2026.

Stahlsparte vor Umbruch

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die Zukunft von Thyssenkrupp Steel Europe. Ziel der Verhandlungen mit Jindal ist eine Partnerschaft, die zwei fundamentale Probleme lösen soll: die hohe Abhängigkeit von konjunkturellen Schwankungen und den immensen Kapitalbedarf für die grüne Transformation der Stahlproduktion. Ein potenzieller Einstieg des indischen Partners könnte die notwendigen finanziellen Mittel freisetzen, um den Umbau hin zu klimaneutralem Stahl zu stemmen, ohne die Konzernbilanz übermäßig zu belasten.

Gewinnmitnahmen dominieren

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Trotz der strategischen Fortschritte steht die Aktie heute unter Druck. Der Kurs rutschte im Tagesverlauf spürbar ab und notiert aktuell bei 10,89 Euro, was einen deutlichen Abschlag gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 11,84 Euro bedeutet. Marktbeobachter werten dies teilweise als Gewinnmitnahmen nach der enormen Rallye der letzten zwölf Monate, in denen das Papier um über 145 Prozent zulegen konnte. Auch der kürzliche Dividendenabschlag von 0,15 Euro (Ex-Tag: 2. Februar) spielt in der kurzfristigen Betrachtung eine Rolle, erklärt aber nicht die gesamte heutige Abwärtsdynamik.

Wasserstoff und Ausblick

Abseits des Stahlgeschäfts treibt der Konzern seine Wasserstoff-Aktivitäten voran. Die Tochter Thyssenkrupp Nucera vereinbarte eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), um die Marktposition in Indien auszubauen. Ob diese strategischen Weichenstellungen bereits in den kommenden Bilanzen Früchte tragen, wird sich in Kürze zeigen. Am 12. Februar 2026 legt Thyssenkrupp die Zahlen für das erste Geschäftsquartal vor, die zeigen werden, wie operativ robust der Konzern in das neue Jahr gestartet ist.

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