Thyssenkrupp Aktie: Inspirierende Fortschritte!
Thyssenkrupp krempelt sich um – und die Aktionäre ziehen mit. Auf der Hauptversammlung in Bochum stimmten rund 600 Teilnehmer allen Beschlüssen zu. Der Industrieriese will zur Finanzholding werden, einzelne Sparten sollen eigenständig agieren oder verkauft werden. Gleichzeitig gibt es eine Dividende – während draußen Hunderte Beschäftigte protestieren.
Die wichtigsten Fakten:
- Dividende von 0,15 Euro je Aktie beschlossen (93 Millionen Euro gesamt)
- TKMS-Aktie seit Börsengang im Oktober 2025 um 65 Prozent gestiegen
- Stahlsparte: Verkaufsgespräche mit Jindal Steel laufen
- Für 2025/2026 wird ein Nettoverlust von bis zu 800 Millionen Euro erwartet
- Rund 11.000 Stellen in der Stahlsparte sollen abgebaut oder ausgelagert werden
Vom Industriekonzern zur Finanzholding
Mit der Strategie ACES 2030 vollzieht Thyssenkrupp einen grundlegenden Wandel. Die rund 93.000 Mitarbeiter verteilen sich künftig auf eigenständige Einheiten: Marineschiffbau, Stahl, Autoteile, Werkstoffe und grüne Technologien. Die Konzernzentrale agiert als Finanzholding, die einzelnen Sparten sollen auf eigenen Beinen stehen.
Die Marinesparte TKMS ist bereits im MDAX notiert. Seit dem Börsengang zu 60 Euro im Oktober 2025 legte die Aktie kräftig zu und steht bei rund 99 Euro. Der Auftragsbestand beträgt 18,2 Milliarden Euro – ein solides Fundament für das ausgegliederte Geschäft.
Stahlsparte vor Verkauf?
Für Thyssenkrupp Steel Europe bahnt sich eine Lösung an. Der indische Konzern Jindal Steel International verhandelt über eine Mehrheitsbeteiligung von etwa 60 Prozent. Ein gestufter Verkauf wird diskutiert, konkrete Details stehen noch aus.
Im Dezember 2025 hatte Thyssenkrupp mit der IG Metall einen Sanierungstarifvertrag bis September 2030 geschlossen. Die Produktionskapazität wird auf 8,7 bis 9 Millionen Tonnen reduziert, etwa 11.000 Stellen sollen wegfallen oder ausgelagert werden. Gleichzeitig ist der Bau einer Direktreduktionsanlage für grünen Stahl in Duisburg geplant.
Dividende trotz Verlusten
Die beschlossene Ausschüttung von 0,15 Euro je Aktie sorgte für Kontroversen. Mehrere hundert Beschäftigte demonstrierten vor der Hauptversammlung gegen die Zahlung. Die IG Metall nannte die Dividende "wirtschaftlich falsch" – die Aktionäre hätten bereits vom TKMS-Börsengang profitiert.
Auch institutionelle Anleger äußerten Kritik. Die Fondsgesellschaft Deka Investment sprach von einer Ausschüttung "zulasten der Substanz" und mahnte ein schlankeres Geschäftsmodell an.
Verlust in Millionenhöhe erwartet
Für das laufende Geschäftsjahr 2025/2026 rechnet der Konzern mit einem Nettoverlust von bis zu 800 Millionen Euro. Restrukturierungsrückstellungen in der Stahlsparte belasten das Ergebnis. Der freie Cashflow vor Fusionen und Übernahmen wird mit minus 300 bis 600 Millionen Euro erwartet – nach plus 363 Millionen Euro im Vorjahr.
Die Transformation kostet, aber die Weichen sind gestellt. Ob der Umbau gelingt, hängt maßgeblich vom Erfolg der Verkaufsverhandlungen und der Entwicklung der eigenständigen Sparten ab.
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