UnitedHealth steht unter Druck. Der US-Krankenversicherungsriese verfehlt die Umsatzerwartungen, kündigt eine umfassende Restrukturierung an und rechnet für 2026 sogar mit rückläufigen Erlösen. Gleichzeitig belasten steigende Behandlungskosten und verschärfte Regulierung das Geschäft.

Im vierten Quartal 2025 erzielte UnitedHealth Umsätze von 113,2 Milliarden US-Dollar – unter den Analystenprognosen. Verantwortlich dafür war vor allem eine gestiegene Medical Care Ratio von 89,1 Prozent. Diese Kennzahl zeigt an, welcher Anteil der Prämieneinnahmen für medizinische Leistungen aufgewendet wird. Je höher der Wert, desto geringer die Marge.

Schrumpfkurs im Medicare-Geschäft

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Management Erlöse von rund 439 Milliarden Dollar – ein Rückgang um zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders hart trifft es das Medicare Advantage-Geschäft: UnitedHealth plant, zwischen 1,3 und 1,4 Millionen Versicherte in diesem Segment abzubauen.

Die Botschaft der Konzernführung ist klar: Profitabilität vor Wachstum. Statt auf Volumensteigerung setzt das Unternehmen auf Kostendisziplin, Preisanpassungen und die Verschlankung der Strukturen. Auch die OptumHealth-Sparte wird neu ausgerichtet, nicht strategiekonforme Vermögenswerte sollen verkauft werden.

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Regulierung verschärft die Lage

Verschärft wird die Situation durch das politische Umfeld. Die US-Regierung hat vorgeschlagen, die Medicare Advantage-Vergütungssätze für 2027 nahezu unverändert zu belassen – mit nur marginaler Erhöhung. Das liegt deutlich unter den Erwartungen der Branche und dürfte die Margen weiter unter Druck setzen.

Hinzu kommt eine laufende Untersuchung des Justizministeriums zu den Medicare-Abrechnungspraktiken von UnitedHealth. Die regulatorische Unsicherheit belastet zusätzlich.

UnitedHealth reagiert mit einem strikten Sanierungskurs. Die Konzernführung will durch Prozessoptimierungen und den Abbau von Überkapazitäten die Margen stabilisieren. Ob die Maßnahmen ausreichen, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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