Adobe hat am Mittwoch ein neues 52-Wochen-Tief markiert und kämpft mit gleich mehreren Problemen: Eine deutliche Analystensenkung, wachsende Sorgen um die Bedrohung durch KI-Tools und ein Rückzieher bei einer umstrittenen Produktentscheidung haben die Aktie unter Druck gesetzt. Der Software-Konzern steht vor der Frage, wie er sein Geschäftsmodell gegen neue Wettbewerber verteidigen kann.

Analyst kippt die Kaufempfehlung

Piper Sandler hat Adobe am Mittwoch von "Overweight" auf "Neutral" herabgestuft und das Kursziel drastisch von 470 auf 330 US-Dollar gesenkt. Die Investmentbank begründet den Schritt mit den zunehmenden Risiken durch generative KI-Werkzeuge von OpenAI, Anthropic und anderen Anbietern, die das traditionelle Software-Geschäft unter Druck setzen könnten.

Die Herabstufung verstärkte eine ohnehin angespannte Stimmung und trug dazu bei, dass die Aktie im Tagesverlauf auf ein Tief zwischen 264 und 271 US-Dollar fiel – deutlich unter dem Vortagesschluss von 293,38 US-Dollar. Analysten sprechen bereits von einer "SaaSpocalypse", einem branchenweiten Ausverkauf bei Software-Aktien.

Kehrtwende bei "Animate"-Entscheidung

Zusätzliche Unruhe verursachte eine kurzfristige Strategieänderung des Managements. Nach massiven Protesten aus der Kreativ-Community hat Adobe die angekündigte Einstellung seiner 2D-Animationssoftware "Animate" am Mittwoch zurückgenommen. Statt das Programm komplett zu beenden, wird es nun in einen "Wartungsmodus" überführt – mit Sicherheitsupdates und Fehlerbehebungen, aber ohne neue Funktionen.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Adobe?

Die ursprüngliche Ankündigung hatte bei Nutzern für Empörung gesorgt, da viele um ihre über Jahrzehnte hinweg aufgebauten Projektarchive fürchteten. Der Rückzieher zeigt, wie sensibel das Unternehmen auf Kundenfeedback reagieren muss.

Steigende Kosten im KI-Wettlauf

Um seine Marktposition zu verteidigen, hat Adobe seine Werbeausgaben 2025 um mehr als 30 Prozent auf rund 1,4 Milliarden US-Dollar erhöht. Die massiven Investitionen sollen Zweifel am Wachstumspotenzial des Unternehmens zerstreuen, belasten aber die Margensituation.

Zwar konnte sich die Aktie im Nachmittagshandel auf etwa 280 US-Dollar erholen, der technische Schaden bleibt jedoch erheblich. Seit Anfang 2024 hat das Papier rund 50 Prozent seines Wertes verloren. Am 12. März folgen die Quartalszahlen für Q1 2026 – ein Termin, der über die weitere Richtung entscheiden dürfte.

Anzeige

Adobe-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Adobe-Analyse vom 4. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Adobe-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Adobe-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Adobe: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...