XRP steckt in einem Dilemma. Während Ripple in Europa einen wichtigen regulatorischen Erfolg feiert, sackt der Kurs ab. Die fünftgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung verlor binnen einer Woche rund 16 Prozent – und das trotz bedeutender Infrastruktur-Upgrades.

Vollbanklizenz in Luxemburg

Die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF erteilte Ripple am 3. Februar 2026 die vollständige Zulassung als Electronic Money Institution (EMI). Damit wandelte sich die vorläufige Genehmigung vom 14. Januar in eine komplette Lizenz um.

Ripple verfügt nun über mehr als 75 Lizenzen weltweit – eine der höchsten Zahlen in der Krypto-Branche. Die luxemburgische EMI-Lizenz ermöglicht dem Unternehmen, Zahlungsdienste und digitale Assets in der gesamten Europäischen Union anzubieten.

Der Erfolg in Luxemburg folgt auf die Genehmigung im Vereinigten Königreich. Im Januar 2026 erhielt Ripple dort sowohl eine EMI-Lizenz als auch die Registrierung für Krypto-Assets von der britischen Finanzaufsicht FCA.

Parallel dazu schloss Ripple eine mehrjährige Partnerschaft mit der LMAX Group ab, die eine Finanzierungszusage von 150 Millionen Dollar umfasst. LMAX wird Ripples RLUSD-Stablecoin als Sicherheit auf seinen institutionellen Handelsplattformen integrieren.

XRP Ledger erhält neue Funktion

Am 4. Februar 2026 aktivierte das XRP Ledger die Funktion "Permissioned Domains" (Amendment XLS-80), nachdem über 91 Prozent der Validatoren zugestimmt hatten.

Was sind Permissioned Domains?

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Es handelt sich um kontrollierte Bereiche innerhalb des XRP Ledgers, in denen Zugang und Nutzeraktivität über regelbasierte Zugangsdaten gesteuert werden. Statt separate private Blockchains zu schaffen, funktionieren diese Domains als zugangsbeschränkte Ebenen auf dem öffentlichen XRPL.

Das Upgrade führt neue technische Komponenten ein, darunter das PermissionedDomain-Ledger-Objekt und Verwaltungstransaktionen. Domain-Betreiber können Regeln definieren, indem sie akzeptierte Zugangsdaten festlegen.

Das Amendment XLS-80 ist grundlegender Natur. Es liefert keine unmittelbare Endbenutzerfunktion, sondern schafft die Basis für künftige Anwendungen – etwa regulierte Plattformen für tokenisierte Assets oder dezentrale Börsen mit Zugangsbeschränkungen.

Die Kluft zwischen Fortschritt und Preis

Trotz der positiven Entwicklungen steht XRP unter Druck. Der Kurs fiel in den vergangenen sieben Tagen um etwa 16 Prozent. Diese Diskrepanz zwischen geschäftlichem Fortschritt und Kursentwicklung offenbart eine zentrale Marktdynamik: Viele Dienste von Ripple – einschließlich grenzüberschreitender Zahlungen – können ohne XRP als Abwicklungswährung funktionieren.

Ripples 75+ Lizenzen schaffen zwar Infrastruktur für regulierte Krypto-Adoption, führen aber nicht automatisch zu direkter XRP-Nachfrage. Auch die Permissioned-Domains-Funktion ändert nichts an Angebot, Gebührenstruktur oder unmittelbarer Nachfrage. Ein Nutzen für XRP wäre indirekt – abhängig davon, ob regulierte Institutionen tatsächlich Anwendungen aufsetzen, die nachhaltige On-Chain-Aktivität erzeugen.

Der wahre Test steht noch bevor: die institutionelle Nutzung der neuen Funktionen.

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