Adidas setzt ein deutliches Zeichen des Vertrauens. Der Sportartikelhersteller hat zu Wochenbeginn sein groß angelegtes Aktienrückkaufprogramm gestartet. Nach einer schmerzhaften Talfahrt in den letzten zwölf Monaten hoffen Anleger nun auf eine Stabilisierung durch die technische Nachfrage, doch der eigentliche Härtetest für die Aktie steht im März erst noch bevor.

Die wichtigsten Fakten im Überblick:

  • Startschuss: Das Programm läuft seit dem 2. Februar 2026.
  • Gesamtvolumen: Bis zu 1 Milliarde Euro bis Ende 2026.
  • Erste Tranche: Investition von bis zu 500 Millionen Euro bis zum 18. März 2026.
  • Strategie: Der Großteil der Aktien soll eingezogen werden.

Massive Stützung des Kurses

Das Timing der Maßnahme ist strategisch gewählt. Seit Montag kauft der Konzern eigene Anteile über die Börse zurück. Allein in der ersten Phase, die bis Mitte März terminiert ist, fließen bis zu 500 Millionen Euro in den Markt. Diese künstliche Nachfrage trifft auf eine Aktie, die zuletzt stark unter die Räder gekommen ist. Zwar konnte sich das Papier auf Wochensicht um 5,12 Prozent auf aktuell 151,95 Euro erholen, das Minus auf Jahressicht von über 40 Prozent wiegt jedoch schwer.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 261,00 Euro bleibt mit rund 42 Prozent gewaltig. Marktbeobachter werten den Rückkauf daher als Versuch des Managements, den Boden um die Marke von 143,50 Euro zu festigen und Vertrauen in die eigene Bilanz zu signalisieren.

Blick auf die Fundamentaldaten

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Während das Rückkaufprogramm als technischer Treibsatz fungiert, richten sich die fundamentalen Erwartungen auf den 4. März 2026. An diesem Datum präsentiert Adidas die finalen Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr. Diese Bilanzvorlage wird entscheidend sein, um zu bewerten, ob die operative Wende gelingt.

Zudem dürfte der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr im Fokus stehen. Das Jahr 2026 ist für Sportartikelhersteller von besonderer Bedeutung, da Großereignisse wie die Olympischen Winterspiele und die Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika traditionell als Umsatzkatalysatoren wirken. Investoren erwarten hier konkrete Prognosen, wie stark Adidas von diesen Events profitieren kann.

Strategische Partnerschaften

Neben den großen Kapitalmarktmaßnahmen justiert Adidas auch sein Sponsoring-Portfolio. Ab der Saison 2026/2027 rüstet der Konzern den FC Energie Cottbus aus. Auch wenn dieser Deal finanziell im Vergleich zum Aktienrückkauf eine untergeordnete Rolle spielt, unterstreicht er die Strategie, Präsenz im Breitensport und bei Traditionsvereinen zu zeigen.

Das Zusammenspiel aus dem laufenden Aktienrückkauf und den erwarteten Impulsen durch das Sportjahr 2026 definiert die Marschroute für die kommenden Wochen. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob der Ausblick am 4. März die durch das Rückkaufprogramm geweckten Hoffnungen fundamental untermauern kann.

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