Strategy rückt mit einem Schlag wieder in den Fokus der Kryptobörsianer. Ein milliardenschwerer Bitcoin-Kauf und eine wichtige Entscheidung des Indexanbieters MSCI verändern die Ausgangslage für die Aktie spürbar. Im Kern geht es um zwei Fragen: Wie stark verstärkt der neue Bitcoin-Deal den Hebel auf den Kryptomarkt – und wie viel Entlastung bringt die Klarheit von MSCI für institutionelles Geld?

Zwei Treiber für neue Dynamik

Aktuell bestimmen zwei Faktoren das Bild:

  • ein außergewöhnlich großer Zukauf an Bitcoin
  • und der Verbleib der Aktie in wichtigen MSCI-Indizes.

Beides zusammen hat das Interesse an Strategy neu entfacht. Das Unternehmen ist ohnehin schon als stark gehebelter Stellvertreter für den Bitcoin-Markt positioniert – die jüngsten Schritte drehen diesen Hebel noch ein Stück weiter auf, nehmen aber gleichzeitig einen zentralen Unsicherheitsfaktor vom Tisch.

Der Kurs spiegelt diese neue Gemengelage wider: In den vergangenen 30 Tagen legte die Aktie um rund 25 % zu, bleibt auf Sicht von zwölf Monaten aber fast 48 % im Minus. Die Volatilität ist mit gut 63 % sehr hoch, der RSI von 84 signalisiert kurzfristig ein überkauftes Niveau.

Gigantischer Bitcoin-Zukauf

Strategy bleibt seiner Linie treu und setzt konsequent auf Bitcoin als zentrale Bilanzposition. Zwischen dem 5. und 11. Januar 2026 kaufte das Unternehmen weitere 13.627 BTC für insgesamt rund 1,25 Milliarden US‑Dollar hinzu. Damit steigen die gesamten Bestände auf beeindruckende 687.410 BTC.

Der Zeitpunkt ist bemerkenswert: Während des Kaufzeitraums notierte Bitcoin in einer starken Rally in einer Spanne von etwa 90.000 bis 94.000 US‑Dollar. Das heißt: Strategy kauft nicht in Schwäche, sondern verstärkt seine Position prozyklisch in einer laufenden Aufwärtsbewegung.

Für die Aktie bedeutet das zweierlei:
Zum einen wächst der Wert des Bitcoin-Treasury deutlich, was die Funktion der Aktie als „Hebelpapier“ auf den Kryptomarkt weiter verstärkt. Zum anderen erhöht sich die Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs noch einmal klar – positive wie negative Bewegungen der Kryptowährung schlagen stärker durch.

MSCI-Entscheidung nimmt Druck vom Kessel

Fast noch wichtiger für viele Großanleger ist jedoch die Nachricht von MSCI. Der Indexanbieter hat bestätigt, dass Strategy in seinen globalen Indizes verbleibt. Zuvor hatten Investoren befürchtet, die starke Fokussierung auf digitale Assets könnte zu einer Umklassifizierung führen.

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Die Konsequenz einer Herausnahme wäre gravierend gewesen: Zahlreiche passive Fonds und ETFs, die diese Indizes nachbilden, wären gezwungen gewesen, ihre Positionen zu verkaufen. Das Risiko eines zwangsgetriebenen, großvolumigen Abverkaufs stand klar im Raum.

Mit der bestätigten Indexzugehörigkeit ist dieses Szenario vorerst vom Tisch. Für institutionelle Investoren bringt das einen entscheidenden Stabilitätsfaktor:

  • keine erzwungenen Verkäufe durch Indexänderungen
  • bessere Planbarkeit der eigenen Allokation
  • bestätigte Einstufung im etablierten Indexrahmen.

Diese Klarheit ist ein zentraler Treiber für den aktuellen positiven Momentum-Schub der Aktie.

Finanzierung und internes Signal

Auffällig ist, wie Strategy den jüngsten Bitcoin-Kauf finanziert hat. Statt neue Schulden aufzunehmen, nutzte das Unternehmen sogenannte At-the-Market-Equity-Programme. Konkret wurden neue Class A Stammaktien und Series A Perpetual Preferred Shares ausgegeben, um die rund 1,25 Milliarden US‑Dollar einzuwerben.

Das sendet mehrere Signale:

  • Marktzugang: Der Kapitalmarkt war bereit, in großem Umfang frisches Eigenkapital für die Bitcoin-Strategie bereitzustellen.
  • Bilanzstruktur: Die Verschuldung steigt dadurch nicht weiter, die Last liegt eher auf Verwässerung und Dividendenansprüchen.
  • Konsequente Ausrichtung: Strategy nutzt Eigenkapital gezielt als „Brennstoff“, um weitere Bitcoin zu akkumulieren.

Flankiert wird das von einem Insiderkauf: Auf Basis jüngster Meldungen erwarb Director Carl Rickertsen am 12. Januar 5.000 Aktien des Unternehmens. Solche Käufe werden von Marktteilnehmern häufig als Vertrauenssignal aus dem Management- und Aufsichtsbereich interpretiert, auch wenn sie das Risiko des Geschäftsmodells natürlich nicht verändern.

Zur besseren Übersicht die Kerndaten der aktuellen Schritte:

  • Neuer Bitcoin-Kauf: 13.627 BTC für rund 1,25 Mrd. US‑Dollar
  • Gesamtbestand: ca. 687.410 BTC in der Unternehmensbilanz
  • MSCI-Status: Verbleib in den globalen Indizes bestätigt
  • Insiderkauf: Director Carl Rickertsen erwirbt 5.000 Aktien

Anpassung der Kapitalstruktur

Parallel zur Bitcoin-Expansion justiert Strategy seine Kapitalinstrumente. Für 2026 wird die jährliche Dividende auf der „Stretch“ Preferred Stock auf 11,00 % angehoben. Diese attraktive Verzinsung zielt eindeutig auf renditeorientierte Investoren, die bereit sind, Kapital gegen eine feste Ausschüttung zur Verfügung zu stellen.

Der Gedanke dahinter: Das über bevorzugte Aktien eingesammelte Kapital kann wiederum in weitere Bitcoin-Käufe gelenkt werden. Die Preferred-Investoren erhalten dafür einen hohen laufenden Ertrag, während die Stammaktionäre den vollen Hebel auf den Bitcoin-Bestand tragen – nach oben wie nach unten.

Mit all diesen Maßnahmen entsteht eine klare Ausgangslage: Kurzfristig befindet sich die Aktie in einem ausgeprägten Aufwärtstrend, getrieben von der Kombination aus Bitcoin-Rally, größerem Treasury, gesicherter Indexzugehörigkeit und hoher Kapitalmarktbereitschaft. Gleichzeitig bleibt das Chancen-Risiko-Profil extrem eng an die Entwicklung des Kryptomarktes gekoppelt – jede weitere Entscheidung von Strategy verstärkt genau diese Verbindung.

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