Der deutsche Leitindex startet verhalten in den März und kann die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten nicht nachhaltig verteidigen. Während der DAX am Montagmorgen rund 0,5 Prozent auf etwa 25.150 Punkte nachgibt, sorgt ausgerechnet ein umstrittener Unkrautvernichter für Bewegung: Die Bayer-Aktie profitiert von einem Glyphosat-Vorstoß durch US-Präsident Donald Trump.

Verhaltener Start nach solidem Februar

Zur Eröffnung um 09:12 Uhr zeigte sich der DAX noch freundlich, doch die Kaufbereitschaft verpuffte rasch. Gegen 10:30 Uhr drehte der Index ins Minus – ein Muster, das sich seit Wochen wiederholt. Die Marke von 25.000 Punkten bleibt umkämpft, das Allzeithoch von Mitte Januar bei 25.507 Punkten rückt damit vorerst in die Ferne.

Am Donnerstag hatte der DAX noch mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 25.289 Punkten geschlossen. Der Wochenschluss am Freitag verlief dann ruhiger, deutsche Inflationsdaten zeigten einen Rückgang der Teuerung im Februar. Die US-Börsen schlossen im Minus, selbst starke Nvidia-Zahlen konnten die Stimmung nicht drehen.

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Bayer im Rampenlicht

Der Leverkusener Konzern unternimmt einen erneuten Anlauf, die juristischen Auseinandersetzungen um Glyphosat durch ein milliardenschweres Vergleichsangebot beizulegen. Die langjährigen Rechtsstreitigkeiten haben bereits zu einer massiven Kürzung der Dividende geführt.

Unerwartete Unterstützung kommt aus Washington: Trump unterzeichnete am 18. Februar eine Verordnung, die die Herstellung von Glyphosat-Herbiziden zur Priorität für die nationale Verteidigung erklärt. Barclays-Analyst Charles Pitman-King bewertet den jüngsten Vergleich als kleinen Fortschritt und behält seine "Overweight"-Einstufung mit Kursziel 50 Euro bei. Er sieht eine wachsende Chance, dass die rechtlichen Auseinandersetzungen im Laufe des Jahres 2026 beendet werden könnten.

Airbus zwischen Dividende und Verzögerungen

Der Flugzeugbauer kündigte eine höhere Ausschüttung an, gleichzeitig belasten Mängel an Rumpfteilen. Gegen 10:14 Uhr wurde bekannt, dass diese zu Auslieferungsverzögerungen führen könnten. Die Aktie bewegt sich im Spannungsfeld zwischen positiver Dividendennachricht und operativen Herausforderungen. Seit Jahresbeginn hat der Kurs bereits rund 6,9 Prozent verloren.

Marktumfeld bleibt angespannt

Der Euro notiert stabil bei 1,1802 Dollar, Öl zieht um 1,2 Prozent auf 71,13 Dollar an. Der DAX bleibt trotz der Schwäche vieler deutscher Industrieunternehmen vergleichsweise resilient, da viele Schwergewichte international ausgerichtet sind. Am 4. März entscheidet die Deutsche Börse zudem über eine mögliche Rückkehr der Lufthansa in den DAX – ein Ereignis, das für strukturelle Bewegungen sorgen könnte.

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