IBM liefert dieser Tage zwei Botschaften, die kaum gegensätzlicher sein könnten. Einerseits warnt der Konzern in einem neuen Cybersecurity-Report vor einer spürbaren Eskalation KI-gestützter Angriffe. Andererseits steht die Aktie nach einem harten Kursrutsch unter Druck – ausgerechnet wegen neuer KI-Konkurrenz im Kerngeschäft rund um Legacy-Modernisierung.

X-Force-Report: KI macht Angreifer schneller

Am 25. Februar hat IBM den X-Force Threat Intelligence Index 2026 veröffentlicht. Der Tenor: Cyberkriminelle nutzen grundlegende Sicherheitslücken deutlich häufiger – und KI-Werkzeuge senken die Hürden, Schwachstellen schneller zu finden und Angriffe zu automatisieren.

Konkret beobachtete IBM X-Force 44% mehr Attacken, die mit der Ausnutzung öffentlich erreichbarer Anwendungen starteten. Treiber waren laut Bericht vor allem fehlende Authentifizierungs-Kontrollen sowie KI-gestützte Schwachstellen-Suche. Auch beim Thema Erpressung zog das Tempo an: Aktive Ransomware- und Extortion-Gruppen stiegen um 49% im Jahresvergleich, während Supply-Chain- und Drittanbieter-Kompromittierungen seit 2020 nahezu vervierfacht wurden – ein Hinweis darauf, wie stark Angreifer Entwicklungs- und Bereitstellungsumgebungen sowie SaaS-Integrationen ins Visier nehmen.

Besonders aussagekräftig: Vulnerability Exploitation war 2025 laut X-Force mit 40% der beobachteten Vorfälle der häufigste Einstiegspunkt. Und die KI-Infrastruktur selbst wird zum Ziel: IBM berichtet von mehr als 300.000 Zugangsdaten zu KI-Chatbots, die im Dark Web zum Verkauf standen.

Für IBM hat das eine zweite Ebene: Der Bericht unterstreicht, warum Unternehmen mehr in professionelle Sicherheitssoftware und Security-Services investieren müssen – genau dort ist IBM mit Software und Beratung positioniert.

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Warum die Aktie trotzdem leidet

Der Report kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Investoren bei IBM nervös auf KI-Wettbewerb reagieren. Auslöser des stärksten Verkaufsdrucks war laut Ausgangstext eine Ankündigung von Anthropic: Das Tool Claude Code könne zur Modernisierung von COBOL genutzt werden – also einer Sprache, die in vielen Unternehmenssystemen steckt und traditionell stark mit IBM-Umgebungen verbunden ist.

Der Markt las daraus ein mögliches Signal: Wenn Code-Modernisierung stärker durch KI-Tools automatisiert wird, könnte das mittelfristig Beratungsumsätze treffen. Genau hier liegt der Kern der Debatte – kann die Beratung schnell genug in höherwertige KI-Implementierung drehen, statt durch Automatisierung ausgebremst zu werden? Der Artikel verweist darauf, dass sich der Effekt schnell potenzieren könnte, weil es um ein Segment in der Größenordnung von rund 5 Milliarden Dollar Umsatz pro Quartal geht.

Mit Blick auf die bereitgestellten Kursdaten ist der Druck sichtbar: Die Aktie schloss am Freitag bei 203,25 Euro und liegt seit Jahresanfang bei -18,26% (30 Tage: -17,48%). Das passt zum Bild eines Marktes, der aktuell eher Risiko als Stabilität einpreist.

Fundament und Strategie: Operativ solide, Fokus bleibt

Operativ lief es zuletzt besser, als der Kursverlauf vermuten lässt. Für Q4 2025 meldete IBM bereinigtes EPS von 4,52 Dollar (Erwartung: 4,32) und Umsatz von 19,69 Mrd. Dollar (Erwartung: 19,23). Im Detail wuchsen Software (+14%) und Infrastruktur (+21%) besonders stark; auffällig war zudem der Mainframe-Zyklus mit +67% bei IBM Z Systems innerhalb der Infrastruktur-Sparte.

Auch strategisch nennt der Quelltext mehrere konkrete Schritte: IBM will 2026 die Einstiegs-Einstellungen in den USA verdreifachen, sicherte sich einen 112-Mio.-Dollar-Vertrag mit der Defense Commissary Agency und beteiligt sich an einer Quantum-Initiative; CEO Arvind Krishna sieht IBM auf Kurs für einen großen Quantencomputer bis 2029.

Für 2026 hält das Management an der Prognose fest: mehr als 5% Umsatzwachstum (währungsbereinigt) und rund 1 Mrd. Dollar mehr Free Cashflow gegenüber dem Vorjahr.

Unmittelbar terminiert ist zudem die nächste Dividendenzahlung: Laut Quelltext beträgt die Quartalsdividende 1,68 Dollar je Aktie, zahlbar am 10. März.

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