Fannie Mae Aktie: Portfolio wächst
Fannie Mae baut ihre Bestände deutlich aus – und hebt damit zusammen mit Freddie Mac die Portfolios der staatlich gestützten Hypothekenfinanzierer auf ein Mehrjahreshoch. Hintergrund ist eine politische Vorgabe zum Kauf von Hypothekenpapieren, die die Finanzierungskosten am US-Häusermarkt spürbar gedrückt hat. Doch was heißt das für die Lage des Unternehmens, wenn die Aktie gleichzeitig technisch unter Druck steht?
Größere Bestände, niedrigere Hypothekenzinsen
Laut am Donnerstag veröffentlichten Daten stieg das sogenannte „Retained Portfolio“ im Januar auf 141,64 Mrd. US-Dollar. Im Vormonat hatte es noch bei 132,46 Mrd. US-Dollar gelegen. Zusammen mit Freddie Mac erreichten die gesamten Bestände an Krediten und Mortgage-Backed Securities (MBS) 278,45 Mrd. US-Dollar.
Der Zuwachs fällt zeitlich mit einer präsidialen Direktive zusammen: Fannie Mae und Freddie Mac sollen demnach MBS im Volumen von 200 Mrd. US-Dollar kaufen, um die Kreditkosten im Wohnungsmarkt zu senken. Nach dieser Marktintervention fiel der durchschnittliche 30-jährige Festzins in den USA auf 5,98% – erstmals seit September 2022 wieder unter die Marke von 6%.
Rückkauf von Verbindlichkeiten – Aktie unter technischem Druck
Parallel arbeitet Fannie Mae an der Passivseite der Bilanz. Das Unternehmen startete festpreisige Bar-Tenderangebote, um Connecticut Avenue Securities (CAS) Notes zurückzukaufen. Die betroffenen Papiere umfassen mehr als 1,20 Mrd. US-Dollar an ursprünglichem Nennwert. Die Angebotsfrist endete am Donnerstag.
An der Börse zeigt die Aktie zuletzt eher Gegenwind: Der Kurs rutschte unter den 200-Tage-Durchschnitt von 10,66 US-Dollar. Zuletzt bewegte sich der Handel um 7,20 US-Dollar, bei einem Volumen von rund 4,99 Mio. Aktien.
Regulatorik: Anpassungen bei „Duty-to-Serve“-Zielen
Zusätzlich gab es Änderungen bei den Plänen zur Versorgung unterversorgter Märkte. Die Federal Housing Finance Agency (FHFA) genehmigte Überarbeitungen der „Duty-to-Serve Underserved Markets Plans“ für den Zeitraum 2025 bis 2027. Der aktualisierte Rahmen enthält konkrete Anpassungen bei Kaufzielen und Finanzierungsabsichten.
Fannie Mae strich dabei frühere Ziele, Energieeffizienz- und Wassereffizienz-Kredite für Mehrfamilien- und Einfamilienobjekte zu finanzieren. Neu sind stattdessen Vorgaben, Einlagen in ländliche Community Development Financial Institutions zu lenken. Zudem soll das Einfamilienkreditgeschäft in ländlichen Regionen gestärkt werden. Bei Finanzierungen für Fertighäuser wurden Produkte so angepasst, dass auch der Kauf von Single-Width-Homes berücksichtigt wird.
Im operativen Bild bleibt der Mix gemischt: Im letzten Quartal lag der Gewinn je Aktie bei 0,60 US-Dollar und damit unter der Markterwartung von 0,68 US-Dollar. Beim Umsatz traf Fannie Mae mit 7,33 Mrd. US-Dollar die Schätzung. Ausgewiesen wurden zudem eine Nettomarge von 2,22% sowie eine negative Eigenkapitalrendite von 49,21%. Die Marktkapitalisierung beträgt 8,34 Mrd. US-Dollar, das KGV liegt bei 3,05.
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