Strategy Aktie: Herausforderungen überwältigend?
Strategy hat einen symbolischen Meilenstein erreicht: Der 100. Bitcoin-Kauf seit 2020 ist abgeschlossen. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen auf seiner Jahreskonferenz eine strategische Neuausrichtung an – künftig soll die ewige Vorzugsaktie STRC zum primären Finanzierungsinstrument für weitere Bitcoin-Käufe werden. Doch die Freude über den Meilenstein wird von massiven Buchverlusten überschattet.
592 Bitcoin für knapp 40 Millionen Dollar
Zwischen dem 17. und 22. Februar 2026 erwarb Strategy 592 Bitcoin für rund 39,8 Millionen Dollar – das entspricht einem Durchschnittspreis von etwa 67.286 Dollar pro Coin. Finanziert wurde der Kauf durch den Verkauf von 297.940 Stammaktien der Klasse A, die netto rund 39,7 Millionen Dollar einbrachten.
Laut Executive Chairman Michael Saylor war es die 100. Bitcoin-Transaktion seit dem Start der Akkumulationsstrategie im August 2020, als das Unternehmen noch MicroStrategy hieß. Die Gesamtbestände belaufen sich mittlerweile auf 717.780 Bitcoin mit durchschnittlichen Anschaffungskosten von etwa 76.020 Dollar pro Coin – Gesamtinvestition: 54,56 Milliarden Dollar. Strategy kontrolliert damit 65,6 Prozent aller Bitcoin, die sich im Besitz börsennotierter Unternehmen befinden.
STRC statt Aktienemissionen
Auf der Strategy World 2026 in Las Vegas vollzog Saylor eine bemerkenswerte Kehrtwende: Statt wie bisher andere Konzerne zur Bitcoin-Integration zu ermutigen, stellte er die Vorzugsaktie STRC als künftiges Hauptfinanzierungsinstrument in den Mittelpunkt. Analyst Mark Palmer von Benchmark bezeichnete STRC als den „primären Motor" für die Bitcoin-Akkumulation und sieht das Unternehmen damit in der Lage, das Bitcoin-pro-Aktie-Wachstum zu beschleunigen. Benchmark hält am Kursziel von 705 Dollar fest.
Die Verschiebung des Fokus kommt nicht von ungefähr: 2025 war Strategy mit einem Anteil von acht Prozent am gesamten US-Eigenkapitalmarkt erneut der größte Aktienemittent des Landes. Die damit einhergehende Verwässerung der bestehenden Aktionäre wird zunehmend kritisch diskutiert.
Sieben Milliarden Dollar unter Wasser
Der Jubel über den Meilenstein fällt verhalten aus. Bei einem Bitcoin-Kurs von rund 66.000 Dollar weist die Position einen unrealisierten Verlust von etwa 10.000 Dollar pro Coin auf – insgesamt rund sieben Milliarden Dollar. Bitcoin notiert damit mehr als 46 Prozent unter seinem Höchststand von Ende 2025.
Die Quartalszahlen für Q4 2025 spiegelten diese Volatilität bereits wider: Strategy verbuchte einen Nettoverlust von 12,4 Milliarden Dollar und einen unrealisierten Verlust aus digitalen Assets von 17,4 Milliarden Dollar. Seit dem 1. Januar 2025 bewertet das Unternehmen seine Bitcoin-Bestände zum Fair Value – Kursschwankungen schlagen sich damit unmittelbar im Ergebnis nieder.
Unter Druck
Die Aktie steht massiv unter Druck. Mit einem Minus von über 50 Prozent im Jahresvergleich bewegt sich der Kurs im untersten Viertel der 52-Wochen-Spanne und liegt mehr als 70 Prozent unter dem Jahreshoch. STRC, die neue Finanzierungssäule, fiel im Februar zeitweise auf 90 Dollar und notiert aktuell knapp unter dem Nennwert von 100 Dollar.
Das Management verfügt über mehrere Optionen zur Deckung der jährlichen Dividenden- und Zinsverpflichtungen von 689 Millionen Dollar, darunter der Verkauf von Eigenkapital- oder Bitcoin-Derivaten sowie von Bitcoin mit hoher Kostenbasis. Die zentrale Frage bleibt jedoch, wie lange die Kapitalmärkte nach einem Verlust von 3,85 Milliarden Dollar im Jahr 2025 weiterhin Zugang gewähren.
Der 100. Bitcoin-Kauf und die STRC-Neuausrichtung zeigen deutlich: Strategy verdoppelt die Wette auf Bitcoin. Ob diese Strategie aufgeht, hängt ausschließlich von der künftigen Bitcoin-Preisentwicklung ab.
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