Shell Aktie: Rückenwind
Shell bekommt gleich von zwei Seiten neue Impulse: operativ durch mehr Klarheit für ein wichtiges Gasprojekt in Venezuela – und am Markt durch anziehende Ölpreise. Das Zusammenspiel ist für Anleger interessant, weil es sowohl die mittelfristige LNG-Strategie als auch die kurzfristige Stimmung im Energiesektor beeinflussen kann.
Venezuela-Projekt: Hürde fällt
Am Donnerstag bestätigte Shell, dass es beim „Dragon“-Erdgasprojekt in Venezuela vorankommt. Ausschlaggebend sind US-Generallizenzen für Öl- und Gasexploration, die den regulatorischen Weg freimachen sollen.
Für Shell ist das strategisch relevant, weil das Projekt Gas aus venezolanischen Feldern nach Trinidad und Tobago transportieren soll, um es dort weiterzuverarbeiten. Damit passt „Dragon“ direkt in den LNG-Fokus des Konzerns. Gleichzeitig erwarten Behörden in Trinidad laut den Berichten weitere Fortschritte bei Offshore-Gasprojekten mit Shell-Beteiligung. Kurz gesagt: Mehr regulatorische Klarheit reduziert ein zentrales Risiko – und könnte neue Reserven zugänglich machen.
Ölpreis auf Hoch: Geopolitik stützt die Branche
Parallel dazu wird die Aktie von einem festeren Ölmarkt begleitet. Am heutigen Freitag bleiben die Ölpreise laut Reuters nahe einem Sechsmonatshoch, getrieben von steigenden Spannungen zwischen den USA und Iran.
Im Mittelpunkt steht dabei die Straße von Hormus – ein Nadelöhr für die globale Energieversorgung. Nach Berichten über Militärmanöver in der Region schauen Marktteilnehmer besonders genau hin. Was heißt das für Shell? Höhere und stabilere Ölpreise können die Margen im Upstream-Geschäft stützen und damit eine Art Gegengewicht zu schwächeren Ergebnissen im Gas-Handel bilden, die im jüngsten Quartal noch sichtbar waren.
Aktienrückkäufe laufen weiter
Unabhängig von der Marktlage setzt Shell seine Kapitalrückgabe fort. Laut MarketScreener kaufte der Konzern am 19. Februar rund 1,16 Millionen Aktien an der London Stock Exchange sowie etwa 1,18 Millionen Aktien über XAMS zurück. Die Käufe sind Teil des zu Monatsbeginn angekündigten Rückkaufprogramms über 3,5 Milliarden US-Dollar.
Am Markt wird Shell dabei derzeit freundlich eingeordnet: MarketScreener verweist auf einen überwiegenden „Outperform“-Konsens unter den Analysten.
Zum Kursbild: Die Aktie notiert heute bei 33,72 Euro und liegt damit nur knapp unter ihrem 52‑Wochen‑Hoch – ein Signal, dass der Markt die aktuelle Nachrichtenlage eher als unterstützend einpreist.
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