Shell Aktie: Ölpreis bremst
Shell beendet die Handelswoche in einem Umfeld, das gleich von zwei Seiten Druck macht: fallende Ölpreise und vorsichtigere Analystenschätzungen. Gleichzeitig läuft das laufende Aktienrückkaufprogramm weiter. Doch wie stark können Buybacks die Stimmung stützen, wenn sich der Gewinnausblick eintrübt?
Analysten senken den Blick nach vorn
Ein zentraler Impuls kam in dieser Woche von Scotiabank. Die Bank senkte am Dienstag ihre Gewinnschätzung je Aktie (EPS) für das Geschäftsjahr 2026 auf 4,75 US-Dollar, nach zuvor 4,95 US-Dollar.
Auch zuvor gab es bereits Abstufungen:
- Scotiabank: FY2026-EPS auf 4,75 US-Dollar gesenkt (Dienstag)
- RBC: von „outperform“ auf „sector perform“ abgestuft (26. Januar)
- UBS: von „buy“ auf „neutral“ abgestuft, mit Verweis auf Bewertungsbedenken nach starker Kursphase (25. November 2025)
Laut MarketBeat liegt das aktuelle Analysten-Konsensurteil bei „Hold“.
Ölmarkt bleibt Gegenwind
Shell hängt stark am Takt des Energiemarkts. Die globalen Öl-Benchmarks gaben die zweite Woche in Folge nach. Als Treiber nennt der Bericht Erwartungen an ein schwächeres Nachfragewachstum sowie das Risiko eines Angebotsüberhangs.
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Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet für dieses Jahr mit einem deutlichen globalen Angebotsüberschuss. Für integrierte Öl- und Gaskonzerne wirkt so ein Preisumfeld direkt auf die Profitabilität – quer über Fördergeschäft und Raffinerie/Handel.
Buyback läuft – Zahlen und weitere Themen
Operativ setzt Shell das bereits angekündigte Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Mrd. US-Dollar um. Käufe wurden im Rahmen des Programms auch am Mittwoch und Donnerstag gemeldet.
Zum Geschäft: Für das 4. Quartal 2025 meldete Shell einen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,57 US-Dollar und lag damit unter einigen Analystenerwartungen. Der Quartalsumsatz betrug 64,09 Mrd. US-Dollar. Für 2026 stellte das Management eine Investitionsspanne (Capex) von 20 bis 22 Mrd. US-Dollar in Aussicht.
Zusätzlich sorgte ein Governance-Thema für Aufmerksamkeit: Shell überprüft seine Prüfungsbeziehungen. Berichtet wurde, dass der Vertrag mit EY wegen Verstößen gegen Unabhängigkeitsregeln beendet wurde – damit steht ein Wechsel im externen Prüfprozess an.
Im Fokus der nächsten Wochen dürften damit vor allem zwei Punkte stehen: ob sich der Ölpreisrückgang fortsetzt – und wie stark sich die zuletzt gesenkten Gewinnerwartungen in den kommenden Schätzungen weiterer Häuser niederschlagen.
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