UBS Aktie: Juristischer Gegenwind
Die UBS muss im Streit um die Credit-Suisse-Übernahme heikle Unterlagen öffnen. Ein Zürcher Gericht hat die Großbank angewiesen, interne Bewertungsdokumente offenzulegen – genau jene Papiere, die für ehemalige Credit-Suisse-Aktionäre zum Schlüssel werden könnten. Wie groß ist das Risiko, dass daraus neue Angriffsflächen gegen den damaligen Kaufpreis entstehen?
Gericht fordert interne Bewertung
Laut Financial Times betrifft die Anordnung Unterlagen zur internen Bewertung der Credit Suisse während der Notübernahme im März 2023. Geklagt haben ehemalige Aktionäre der übernommenen Bank. Sie halten das damalige Umtauschverhältnis für zu niedrig und verlangen eine Entschädigung.
Brisant ist dabei weniger der Beschluss an sich als das mögliche Material in den Dokumenten: Sollten die Unterlagen eine höhere interne Bewertung nahelegen, könnten Kläger versuchen, den vereinbarten Kaufpreis von 3 Milliarden Franken stärker anzugreifen.
Operativ weiter solide – Kapitalpolitik als Gegengewicht
Trotz der juristischen Schlagzeilen steht die operative Entwicklung laut Quelltext stabil da. Anfang Februar legte die Bank Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor, die über den Markterwartungen lagen: 1,2 Milliarden US-Dollar Quartalsgewinn und 7,8 Milliarden US-Dollar Jahresgewinn.
Dazu kommt eine aktionärsfreundliche Agenda: Vorgeschlagen ist eine Dividende von 1,10 US-Dollar je Aktie. Für 2026 ist außerdem ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 3 Milliarden US-Dollar geplant. CEO Sergio Ermotti verwies zuletzt auf Fortschritte bei den Kostensenkungen – bis Ende 2026 peilt die Bank Bruttoeinsparungen von rund 13 Milliarden US-Dollar an.
Kursbild: Druck der letzten Wochen
Am Markt fiel die Reaktion bislang eher verhalten aus. Heute notiert die UBS-Aktie bei 36,00 Euro (-0,36%). Spannender für das Stimmungsbild ist der Blick auf die letzten Wochen: Auf 30 Tage steht ein Minus von 11,29% – der Kurs liegt damit auch rund 7% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (38,73 Euro).
Unterm Strich prallen damit zwei Kräfte aufeinander: juristische Unsicherheit rund um Altlasten der Credit Suisse – und ein operativ robustes Fundament, das die Bank zuletzt mit Dividende, Rückkaufplänen und dem Integrationsfahrplan untermauert hat.
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